Klimawandel stoppen. Leben ändern.

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Klimawandel stoppen. Leben ändern.

Bekenntnisse eines Minimalisten

Ich muß zugeben, dass ich in den letzten Jahren den minimalistischen Pfad oft verlassen habe.

Der Grund ist, dass ich mich jeweils von einer Art Besessenheit einnehmen lasse, und dann gebe ich Impulsen nach. 

Zum Beispiel:

Letztes Jahr war ich von Schach besessen, und habe mir ein neues Schachspiel gekauft, die Wettkampfausstattung und eine unglaubliche Anzahl an Schachbüchern. All das verstaubt gerade.
In diesem Jahr war ich besessen vom Leichtgepäck-Wandern. Am Ende habe ich eine große Menge an Ultraleicht-Wanderausrüstung und Ultraleicht-Campingausrüstung gekauft. Ich hoffe immer noch, dass ich es nutzen werde, aber meist liegt es einfach nur im Abstellraum.

Alle und alles müssen sich ändern

Greta Thunbergs Rede auf der "Brilliant Minds" Konferenz in Stockholm am 13. Juni 2019

Es geht um Gerechtigkeit und die ungleich größere Verantwortung, die wir wohlhabenden Menschen des industrialisierten Westens haben. Das Schlimmste wäre, wenn wir so täten, als ob unser extremer Lebensstil normal wäre. Der Großteil der Weltbevölkerung lebt bereits jetzt innerhalb der planetaren Grenzen. Es ist eine Minderheit, die es nicht tun - und das sind wir. Wir müssen es wagen, unbequem zu sein!

Mein Name ist Greta Thunberg und ich bin ein Klimaaktivist. Um das Jahr 2030 werden wir uns in einer Situation befinden, in der wir wahrscheinlich eine unumkehrbare Kettenreaktion in Gang setzen, die sehr wahrscheinlich zum Ende der Zivilisation führen wird, wie wir sie kennen - jenseits jeder menschlichen Kontrolle.

Das Zeitalter, in dem wir einander brauchen

Foto: darvalife/unsplash

Vor fünfzehn Jahren, als ich begann Bücher zu schreiben, hatte ich große Hoffnungen, eines Tages "entdeckt" zu werden, und dass "meine Botschaft" dadurch Millionen von Menschen erreichen und die Welt zum Besseren verändern würde.

Diese Ambition wurde schon kurz darauf empfindlich gedämpft, als ich feststellen musste, dass ich nach Jahren harter Arbeit am Buch "Die Renaissance der Menschheit" keinen Abnehmer in der Verlagswelt finden konnte. Also druckte ich das Buch im Selbstverlag und hoffte immer noch, dass es durch Mundpropaganda zum Bestseller werden würde. Diesen Verlegern würde ich es zeigen! Ich erinnere mich daran, wie ich im August 2007 – fünf Monate nach der Erscheinung, zu einem Zeitpunkt, an dem es schon einiges an Bekanntheit gewonnen haben sollte – einen Blick auf die Verkaufszahlen wagte. In Summe hatte ich diesen Monat fünf ganze Bücher verkauft.

Streikt mit uns!

Einmal mehr wird man unsere Stimmen auf den Straßen hören, aber es kann nicht nur an uns hängen bleiben. Deshalb rufen wir alle Menschen zu einem weltweiten Klimastreik auf.

Der "Fridays for Future"-Aufruf zum 20. September 2019

"Am Freitag gehen wir in großer Zahl in 110 Ländern bei mehr als 1350 Veranstaltungen auf die Straße und fordern, dass Regierungen umgehend einen sicheren Weg beschreiten, die Erderwärmung unter 1,5 Grad Celsius zu halten. Wir haben Wochen und Monate damit verbracht, diesen Tag vorzubereiten. Wir haben zahllose Stunden organisiert und mobilisiert, in denen wir auch einfach mit unseren Freunden herumhängen oder für die Schule hätten lernen können.

Am Limit

Letzten Freitag haben wir in Deutschland unser Jahresbudget an Ressourcen verbraucht. Am 3. Mai hatten  wir bereits so viel konsumiert, wie eine Erde hergibt. Seit dem Wochenende also betreiben wir Raubbau. Nimmt man die EU als Referenz, so ist „unser Anteil an Welt“ morgen erschöpft.

Es ist ganz einfach zu verstehen, was mit Klimanotstand gemeint ist. Anschaulich wird es, wenn man sich unseren Ressourcenverbrauch im historischen Verlauf anschaut. Ich habe euch eine kleine Animation vorbereitet. Schaut sie euch mal an und teilt sie unbedingt mit anderen, auch in den sozialen Netzwerken. Es ist wichtig zu sehen, was wir Jahr für Jahr seit mehr als zwei Jahrhunderten tun.

Trauer und CO2-Reduktionismus

Eben schrieb mir der Umweltschützer Michael Mielke Folgendes: "Immer wieder sind wir auf die Einsicht zurückgekommen, dass die Klimaschutzbewegung erst durch mehrere Stadien der Trauer gehen muss, um Akzeptanz zu finden."

Ich freue mich, dass sich diese Erkenntnis langsam verbreitet. Trauer ist notwendig, um die Situation, vor der wir stehen, auf einer tiefen Ebene zu integrieren. Andernfalls bleibt sie für die meisten Menschen abstrakt. Unsere gesellschaftliche Infrastruktur schirmt uns ja (zumindest bis jetzt) ganz gut vor spürbaren Auswirkungen des Klimawandels ab. Für die meisten Menschen scheint der Klimawandel etwa im Vergleich zu ihrer nächsten fälligen Schuldenrate oder zum Suchtproblem ihrer pubertierenden Kinder recht weit weg und abstrakt - etwas, das entweder nur in der Zukunft passiert oder in den Nachrichten.