Klimawandel stoppen. Leben ändern.

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Nachhaltigkeit

Buddhismus und Ökologie

Wir müssen kein Leben leben, das uns verkauft wird. Wiir können die mutige Wahl treffen, einfach zu leben.

Ich wurde in eine tibetische Nomanden-Familie geboren und verbrachte meine ersten Lebensjahre im wilden Ostteil von Tibet. Es war ein einfaches Leben und meine tägliche Freude bestand darin, zusammen mit meiner Lieblingsziege die nahen Berge zu erkunden. Ich war glücklich, ich konnte wilde Tiere wie das Große Tibetschaf und den Weißlippenhirsch sehen – ganz aus der Nähe – und manchmal sah ich Herden von tibetischen Wildeseln über das Weideland rennen.

Erkenne die Leistungen deiner Vorfahren an.

Wir sollten die Leistungen der Vergangenheit nicht ignorieren. Es ist zu einem der größten Probleme der Welt geworden, dass der Erfindungsreichtum des Menschen – den wir grundlegende Gutheit nennen – nicht respektiert wird. Wie auch immer: Wir müssen die Verbindung zwischen Tradition und heutiger Erfahrung wieder finden. „Jetztheit“, die Magie des gegenwärtigen Moments, ist es, die die Weisheit der Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet. Wenn du ein Gemälde auf dich wirken lässt, ein Musikstück, ein literarisches Werk, egal wann es entstanden ist, dann erlebst du es jetzt.

Die Graswurzelrevolution

Schwarzerde live

Schwarzerde hat das Potenzial, mehrere Krisen gleichzeitig zu meistern: die Klimakrise, die Hungerkatastrophe und die Hygienemisere in Slums. Und das alles ohne Großkonzerne, sondern in einer Agrarrevolution von unten. Ute Scheub besuchte einen ihrer Wiederentdecker, den Bodenkundler Haiko Pieplow, am nördlichen Rand von Berlin.

Haiko Pieplow greift in einen seiner Pflanzkübel und lässt die laut Bodenanalysen fruchtbarste Erde der Welt durch die Finger krümeln. Der promovierte Bodenkundler wird dabei malerisch umrahmt von Narzissen und mediterranen Gewächsen, die aus dem Boden seines Wintergartens am Rande von Berlin wachsen. Terra Preta könne Abfälle in Rohstoffe umwandeln und damit eine echte regionale Kreislaufwirtschaft initieren, erläutert der Agraringenieur.

Wider besseres Wissen

© beck/ews

Dunkle Zeiten für den Klimaschutz. Könnten wir im Namen unseres Landes die Stimme erheben, müssten wir den Ausnahmezustand erklären.

Mit dem nun beschlossenen Energiekonzept der Bundesregierung können wir nun noch jahrelang und unverblümt weiter wursteln wie gewohnt, auf Kosten der Substanz und ohne jeden Bezug zum ganzen Ausmaß des globalen Wandels, der sich gerade vollzieht. Das verbaut für Jahre viele der Wege, um die es hier auf dieser Website geht. Das stimmt mich traurig.

Es gibt keinen Anfang

Foto © Alice Holden

Ich habe mich hingesetzt und versucht, für meinen Blog zu schreiben. "Fang jetzt an!" ging es mir durch den Kopf.

Zum Nachdenken ging ich ins Gewächshaus und fand die erste reife Tomate dieses Jahres.
Mit beiden Beinen auf dem Boden war mir mit einem Mal am Beispiel des Wachstums klar geworden: Für die Prinzipien, die hinter einem wirklich nachhaltigen und organischen System stehen, gibt es keinen Start- und keinen Endpunkt. Ganz gleich, ob es um die Zersetzungsprozesse im Kompost oder um die Umwandlung der Nährstoffe geht, die zur Formation von Früchten führt. Der Anfang ist einzig und allein der Startpunkt, von dem aus man selbst den Kreislauf betrachtet.

Buddhistische Wirtschaftslehre

Worum geht es in unserem Wirtschaften, in unserer Arbeit, in unserem Konsum von Dingen?
Vor 37 Jahren erschien ein überaus prägender Aufsatz, der bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Ich freue mich, ihn euch heute in gekürzter Form vorstellen zu können. Nehmt euch die Zeit, ihn zu lesen. Es lohnt sich!

Es besteht wohl allgemeine Übereinstimmung darüber, daß die menschliche Arbeit eine grundlegende Quelle des Wohlstandes ist. Der moderne Wirtschaftswissenschaftler hat jedoch gelernt, in „Arbeit“ nicht viel mehr als ein notwendiges Übel zu sehen. Vom Standpunkt des Arbeitgebers aus ist sie auf jeden Fall einfach ein Kostenfaktor, der auf ein Minimum zu verringern ist, wenn er sich nicht, beispielsweise durch Automation, völlig ausschalten läßt. Vom Standpunkt des Arbeiters aus ist sie eine „Last“ – arbeiten heißt ein Opfer an Muße und Bequemlichkeit bringen.

Reduziere deinen CO2-Fußabdruck

Leo will’s wissen: Der extreme und unvermeidliche Weg in eine nachhaltige Lebensweise

© beck

Minimalismus ist ein großartiger Weg, viel leichteren Fußes auf dieser Erde zu wandeln. Weniger zu verbrauchen ist viel wichtiger, als ökologisch korrekt einzukaufen – obschon ich euch ermuntere, beides zu tun.

Also, lass uns gleich zu den Tipps kommen:

1. Iss weniger. Ich habe erst neulich darüber geschrieben. Weniger Konsum von Lebensmitteln bedeutet weniger Ressourcenverbrauch und weniger Umweltbelastungen, die durch die Herstellung und den Transport der Lebensmittel verursacht werden.

Wohlstand ohne Wachstum

Wir brauchen kein grün angepinseltes Weiter-so, sondern müssen jetzt endlich unser Leben entrümpeln und entschleunigen.

© beck/ews

Welche Reaktionen würde wohl die Ankündigung eines Automobilherstellers auslösen, demnächst ein Fahrzeug ohne Rückwärtsgang und Bremse produzieren zu wollen? Vermutlich Gelächter. Oder Kopfschütteln. Komisch, dass eine solche Reaktion nicht auch den meisten Ökonomen und Wirtschaftspolitikern entgegengebracht wird. Denn dieselbe Absurdität liegt dem üblichen volkswirtschaftlichen Denken zugrunde; mehr noch: Das ganze Entwicklungsschema moderner Gesellschaften basiert auf der Grundannahme, Fortschritt sei ausschließlich ein Akt der Addition und nur bei ständigem Wachstum möglich.

Zu treuer Hand nachhalten

Was ist Nachhaltigkeit? Annäherung an einen zentralen Begriff.

Weitsicht       Foto © Heartbeatbox/photocase

"Ein Halt, den man nach oder außer andern hat, und woran man sich hält, wenn alles andere nicht mehr hält."

Das Wort sustainable ist anscheinend eine Neuschöpfung der 70er Jahre, vermutlich des Club of Rome. In dem Zukunfts-Szenario ‘Grenzen des Wachstums’ von 1972 taucht es auf. Man sei auf der Suche nach einem Modell, heißt es da, welches für ein Weltsystem stehe, das zwei Beschaffenheiten haben solle:
„That is 1. sustainable without sudden and uncontrollable collapse; and 2. capable of satisfying the basic material requirements of all of its people“.
Ein Modell und System, haltbar ohne plötzlichen und unkontrollierbaren Kollaps und fähig, die Grundbedürfnisse aller Menschen zu sichern – sustainable ist in diesem Moment noch ein Kunstwort.