Klimawandel stoppen. Leben ändern.

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Simplicity

Jeden Moment verbessern

Ich spreche mich sehr dafür aus, dass wir langsamer werden, unser Leben vereinfachen, weniger tun und nicht so beschäftigt sind … aber was ist, wenn wir in einer Situation sind, in der das nicht möglich ist?
Was tun wir, wenn wir in unserem Leben nicht weniger beschäftigt sein können – sind wir dann dazu verurteilt, ein Leben in Angst und Unglück zu leben?
Nein. Ich werde ein ganz einfaches Werkzeug mit dir teilen, das vielleicht wirklich dein Leben transformiert. Es ist etwas, das ich in den letzten Monaten ausprobiert habe und ich kann bestätigen, dass es hervorragend funktioniert.

Mach eine Sache gut

Oft werde ich gefragt, wie man eine Arbeit tun kann, die man liebt – wie wir unser Geld mit etwas verdienen können, von dem wir begeistert sind.
Ich behaupte nicht, dass ich alle Antworten darauf wüsste, aber für mich ist die Antwort ziemlich einfach: Mach eine Sache gut.

Die meisten Menschen wollen eine umfangreichere Antwort, aber in meiner Erfahrung wird sich alles andere ergeben, wenn du das lernst.

Reduziere deinen CO2-Fußabdruck

Leo will’s wissen: Der extreme und unvermeidliche Weg in eine nachhaltige Lebensweise

© beck

Minimalismus ist ein großartiger Weg, viel leichteren Fußes auf dieser Erde zu wandeln. Weniger zu verbrauchen ist viel wichtiger, als ökologisch korrekt einzukaufen – obschon ich euch ermuntere, beides zu tun.

Also, lass uns gleich zu den Tipps kommen:

1. Iss weniger. Ich habe erst neulich darüber geschrieben. Weniger Konsum von Lebensmitteln bedeutet weniger Ressourcenverbrauch und weniger Umweltbelastungen, die durch die Herstellung und den Transport der Lebensmittel verursacht werden.

Aus dem Landtagebuch

Die kleinen weissen Glocken des Frühlings

DIE ERSTEN SCHNEEGLÖCKCHEN sind aufgetaucht. Ihre Ankunft lichtet langsam, ganz langsam die dunkle Schwere, die der Regen über das Land gelegt hat. Unser Hof ist eine einzige Schlammpampe. Er ruft mir den genervten Refrain meiner stadtliebenden Mutter in Erinnerung, den sie immer dann anstimmt, wenn sie zu Besuch kommt: „Ich mag Schlamm nicht. Ich mag es nicht!“

Die glücklichen Tage voll Schnee sind nunmehr Erinnerung. Aufgaben winken.

Mach eine Sache richtig

Das klingt einfach, nicht wahr?

Aber in wie vielen Cafés bist du schon gewesen, in denen es noch nicht mal eine gute Tasse Kaffee gab?
Wie viele Klempner hattest du schon im Haus, die sich auf ihr Handwerk nicht so recht verstanden?
Und wie oft hast du schon etwas gekauft, um nachher zu denken "das kaufe ich nie wieder"?

Genau: Zu lernen, eine Sache gut zu machen, braucht manchmal ein ganzes Leben.
Es mag zehn Jahre dauern, bis du es voll und ganz raus hast einen einfachen Laib Brot zu backen.

Den Heizölverbrauch senken – auf die japanische Art

Am Kotatsu       Foto © Sean Sakamoto

"Es ist so verrückt, dass du dein ganzes Haus heizt" sagte meine Frau eines Winters. Sie ist Japanerin und als wir noch frisch verheiratet waren, hier in den USA, gab es eine Menge dieser "es kann nicht wahr sein, dass ihr hier so was tatsächlich macht"-Wortwechsel.

Vor kurzem sind wir nach Japan umgezogen und jetzt hat sich das Blatt gewendet. Jetzt stehe ich vor neuen Herausforderungen und der wahrscheinlich größte Kulturschock bei der Ankunft war: "Es kann nicht wahr sein, dass ihr eure Häuser hier nicht heizt."
Es stimmt: Es gibt keine Heizungen in unserer neuen japanischen Wohnung und in diesem Kulturkreis ist das keineswegs ungewöhnlich.

Eine Tasse, ein Leben lang

Kawagishi-sensei mit seiner Tasse     Foto © Sean Sakamoto

Kawagishi-sensei ist Zen-Mönch und er ist Lehrer an der Sekundarschule an der ich arbeite. Er unterrichtet Kalligrafie, eine der traditionellen Künste Japans. (Es gibt bei uns eine Menge Zusatzangebote, an denen sich die Schülerinnen und Schüler beteiligen können, ähnlich wie an US-amerikanischen High Schools.)

In Kalligrafie üben die Schüler die Kunst, japanische Kanji-Schriftzeichen zu malen – die chinesischen Buchstaben, die einen Teil der geschriebenen Sprache ausmachen. Kalligrafie hat in Japan eine lange Tradition und die Schriftzeichen sehen, selbst für meinen ungeübten Blick, wunderbar aus.

Kawagishi-sensei lehrt Kalligrafie seit mehr als 30 Jahren. Mein Japanisch ist nicht gut genug, um viel mit ihm zu sprechen, aber doch versuchen wir jede Woche miteinander zu plaudern. Mir fiel auf, dass er seinen Tee dabei immer aus einer speziellen Tasse trinkt, die auf seinem Tisch steht.

Wie viel ist genug?

Basics       Foto © Mr. Kris/flickr

Wir wollen oft mehr als wir gerade haben.
Mehr Geld, mehr Gadgets, bessere Möbel, eine bessere Wohnung, ein besseres Auto, mehr Kleidung, mehr Schuhe, mehr Erfolg.
Und was passiert, wenn wir mehr bekommen? Wir sind nicht zufrieden, weil es bereits neue Werbung für neue iPods, für neue Laptops, für neue iPhones, für neue Autos, für neue Kleidung gibt. Wir wollen das haben. Es ist unmöglich diesen unersättlichen Hunger zu stillen, weil unsere Kultur sich nicht mit dem zufrieden gibt, was wir haben, sondern darauf abzielt, mehr haben zu wollen.

Aus der Fülle des Lebens schöpfen

Weniger ist mehr     Foto © tigerente/photocase

Seit mehr als fünf Jahren arbeite ich nun schon daran, mein Leben zu vereinfachen; und während ich die sublimen Freuden eines einfachen Lebens entdeckt habe, ist mir klar geworden, dass die meisten Menschen es nicht kapieren.

"Wieso sollte ich WENIGER wollen?" fragen sie sich selbst. "Weniger ist weniger Spaß, härter, so mönchsartig, langweilig."

Die einfache Antwort: Weil das Leben so viel besser sein kann mit weniger.

Das ist kaum zu glauben, wenn du es nicht selbst ausprobiert hast, aber heute bin ich glücklicher denn je.

Standardeinstellungen moderner Lebenswelten

Segen der Elektrizität       Foto © riot jane/flickr

“Standardeinstellungen” bezeichnen in der Informatik die grundlegende Art, in der ein Computersystem eingerichtet wurde. Sie gelten, solange man sich nicht entscheidet, spezifische Veränderungen vorzunehmen. Übertragen auf unsere täglichen Leben könnte man sagen, dass fließendes Wasser, Toiletten mit Wasserspülung, elektrisches Licht, Gasherde und Telefone allesamt Teil unserer eigenen Standardeinstellungen sind.

Der erste Schritt zur Vereinfachung

Wie man das Wesentliche identifizieren kann, ohne dabei der Leere anheim zu fallen

Die Spreu vom Weizen trennen       Foto © eris23/photocase

Wir sprechen hier oft über das Vereinfachen, vom Entrümpeln unserer Dingwelten bis hin zur Vereinfachung der Aufgaben, die darauf warten, erledigt zu werden. Doch neulich schrieb ein Leser, sein Problem sei, dass er gar nicht weiß was er mit sich selbst anfangen soll, nachdem er zum Beispiel Fernsehen und andere Zeitverschwender aus seinem Leben entfernt hat.

Die einfache Antwort: Tu, was du liebst.
Sein Kommentar illustriert, wenngleich nachvollziehbar, eine weitverbreitete Fehldeutung von Vereinfachung.

Selbstversorgung, auf japanische Art

Im Garten       Foto © Sean Sakamoto

Wo auch immer man in Japan hingeht, immer werden einem die Gärten auffallen.
Selbst in ziemlich dicht besiedelten Vororten wird jedes Fleckchen Erde mit Hingabe und Akribie kultiviert, üblicherweise von Großvätern und Großmüttern die, vom Leben gezeichnet, mit krummem Rücken zu Werke gehen.

Wenn Menschen in diesem Land alt werden, arbeiten sie in ihren Gärten. Ganz gleich, zu welcher Zeit des Jahres oder wie gut oder schlecht das Wetter ist. Sie sind draussen in der brutalen Sommerhitze, sie zupfen Unkraut im winterlichen Morgendunst, der einem die Kälte bis unter die Haut treibt. Umringt von Frühlingskirschblüten pflanzen sie Tomaten und während sich um sie herum die Herbstblätter feuerrot färben, ernten sie Kürbisse.
Zur Erntezeit ist es üblich, dass Nachbarn einen an den Gaben ihres Gartens teilhaben lassen und einfach eine Tüte mit Gurken oder Bohnen oder was auch immer vorbeibringen.

Die Kraft des Kleinen

Von der Kunst, Veränderung zu bewirken

Kleine Kraft, die Leben schafft       Foto © Gerti G./photocase

In "Krieg der Sterne" gibt es eine Jedi-Krafttechnik die sich "die Kunst des Kleinen" nennt. Im Kern geht es darum, dass ein Jedi seinen Fokus verkleinert – bis dass er die gebündelte Kraft nutzen kann, um Dinge auf einer mikroskopisch kleinen Ebene zu verändern.
Das ist eine freakige Art zu zeigen, wie das Fokussieren auf weniger und weniger zuletzt alles verändern kann.

Viele von uns würden gerne auf die eine oder andere Art die Welt verändern. Wir würden gerne etwas beitragen, die Dinge zum Guten wenden, das eigene Leben und das Leben anderer bereichern, etwas Positives hinterlassen.

An wahren Wirtschaftskreisläufen teilhaben

Sean Sakamoto       Foto © Sean Sakamoto



"Sparsamkeit kann eine Konsumgesellschaft zum Erliegen bringen, mit verheerenden Auswirkungen.“


Immer wieder lese ich, dass sparen das Schlimmste für die Wirtschaft ist. Der Artikel in der New York Times, aus dem das Eingangszitat stammt, beschreibt japanische Sparer als „totes Gewicht“. Die zugrundeliegende Annahme ist, dass wir mehr und mehr konsumieren sollten, um das Wachstum der Wirtschaft zu erhalten. Menschen produzieren Dinge, andere Menschen konsumieren diese Dinge und solange die Zahlen stetig ansteigen ist alles in Ordnung.

Einiges stört mich daran. Zum einen geht es dabei um die Bedeutung von Nachhaltigkeit.

Welche Dinge braucht der Mensch?

Flüchtige Begegnung       Foto © la.Gabrie/photocase

Seit Jahren schon versuche ich, alles Unnötige aus meinem Leben zu entfernen – so auch in diesem Jahr.
Tja, ich weiß schon: Jetzt werden Sie das lesen und denken, dass ich mich jeder Freude in meinem Leben beraube – aber das ist nicht wahr.
Also, ich werde Ihnen das erklären.

Die erste Frage bei diesem Vorhaben lautet natürlich: Was bedeutet "unnötig"? Dafür müssen wir zunächst untersuchen, welche Dinge notwendig sind ... und die erste Frage bei dieser Untersuchung lautet: "Notwendig wofür?" – Was ist das wahre Ziel? Meine Antwort, die sich von denen anderer Menschen unterscheidet, lautet: "Notwendig für ein glückliches Leben".