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Politik des Lebens

Politisches Bewusstsein

Foto: Miguel Bruna/Unsplash

Politik dreht sich um die Frage, ein Verantwortungsgefühl für die Gesellschaft wahrzunehmen.

Menschen, die sich einer spirituellen Praxis zuwenden, neigen dazu, Politik als etwas Unheiliges und Unerwünschtes zu betrachten, sogar als etwas Schmutziges. Doch wenn eine Person mit Verantwortungsgefühl auf gesellschaftliche Fragen zugeht, dann ist das ein buddhistischer Politikansatz und die soziale Seite des Lebens. Beides zugleich, gewissermaßen.

Der Dreh- und Angelpunkt ist Verantwortung. Sie ist wichtig, wenn es darum geht, wie die Regierung geführt wird oder wie Situationen organisiert werden. Aus buddhistischer Sicht bedeutet Politik, sich zu interessieren, zum Wohle aller fühlenden Wesen.

Wider besseres Wissen

© beck/ews

Dunkle Zeiten für den Klimaschutz. Könnten wir im Namen unseres Landes die Stimme erheben, müssten wir den Ausnahmezustand erklären.

Mit dem nun beschlossenen Energiekonzept der Bundesregierung können wir nun noch jahrelang und unverblümt weiter wursteln wie gewohnt, auf Kosten der Substanz und ohne jeden Bezug zum ganzen Ausmaß des globalen Wandels, der sich gerade vollzieht. Das verbaut für Jahre viele der Wege, um die es hier auf dieser Website geht. Das stimmt mich traurig.

Buddhistische Wirtschaftslehre

Worum geht es in unserem Wirtschaften, in unserer Arbeit, in unserem Konsum von Dingen?
Vor 37 Jahren erschien ein überaus prägender Aufsatz, der bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Ich freue mich, ihn euch heute in gekürzter Form vorstellen zu können. Nehmt euch die Zeit, ihn zu lesen. Es lohnt sich!

Es besteht wohl allgemeine Übereinstimmung darüber, daß die menschliche Arbeit eine grundlegende Quelle des Wohlstandes ist. Der moderne Wirtschaftswissenschaftler hat jedoch gelernt, in „Arbeit“ nicht viel mehr als ein notwendiges Übel zu sehen. Vom Standpunkt des Arbeitgebers aus ist sie auf jeden Fall einfach ein Kostenfaktor, der auf ein Minimum zu verringern ist, wenn er sich nicht, beispielsweise durch Automation, völlig ausschalten läßt. Vom Standpunkt des Arbeiters aus ist sie eine „Last“ – arbeiten heißt ein Opfer an Muße und Bequemlichkeit bringen.

Kavaliersdelikte für alle

Warum sich Politik erst ändert, wenn wir uns verändern

Am Wochenende sind Wahlen, und im Grunde meines Herzens wünsche ich den radikalen politischen Wandel. Den ökologischen Umbau der Gesellschaft, die Entschleunigung der Ökonomie - und zwar sofort.

Doch daraus wird nichts. Nicht jetzt. Und schon gar nicht am nächsten Sonntag. So einfach geht das nicht, denn, was ich da will, widerspricht den Gesetzen politischen Handelns.

Wohlstand ohne Wachstum

Wir brauchen kein grün angepinseltes Weiter-so, sondern müssen jetzt endlich unser Leben entrümpeln und entschleunigen.

© beck/ews

Welche Reaktionen würde wohl die Ankündigung eines Automobilherstellers auslösen, demnächst ein Fahrzeug ohne Rückwärtsgang und Bremse produzieren zu wollen? Vermutlich Gelächter. Oder Kopfschütteln. Komisch, dass eine solche Reaktion nicht auch den meisten Ökonomen und Wirtschaftspolitikern entgegengebracht wird. Denn dieselbe Absurdität liegt dem üblichen volkswirtschaftlichen Denken zugrunde; mehr noch: Das ganze Entwicklungsschema moderner Gesellschaften basiert auf der Grundannahme, Fortschritt sei ausschließlich ein Akt der Addition und nur bei ständigem Wachstum möglich.

Was ist wahrer Fortschritt?

Fortschrittliches Fallbeil       Foto © Colin Beavan

Aufgrund meiner Haltung zu Konsumfragen wird mir oft vorgeworfen, ich sei gegen den Fortschritt. Das ist interessant für mich, da ich sehr für den Fortschritt bin. Ich wünsche mir Fortschritt so sehr. Es ist nur so, dass ich mir nicht so sicher bin, ob die gesellschaftlich akzeptierte Definition von Fortschritt die richtige ist. Den gleichen Weg einzuschlagen, den wir die vergangenen 100 Jahre gegangen sind, scheint mir kein Fortschritt zu sein. Das ist eher mehr vom Gleichen. Handys, auf denen man noch besser Fernsehen schauen kann, scheinen mir mehr vom Gleichen zu sein. Verlässlich gutes Trinkwasser bereitzustellen für die Milliarde von Menschen auf dieser Erde, die keines haben – na, das sieht doch nach Fortschritt aus.

Wie auch immer, es gibt ein Buch von Tolstoi, eines von dreien, die Gandhi und Martin Luther King sehr inspiriert haben.

Die Kraft des Kleinen

Von der Kunst, Veränderung zu bewirken

Kleine Kraft, die Leben schafft       Foto © Gerti G./photocase

In "Krieg der Sterne" gibt es eine Jedi-Krafttechnik die sich "die Kunst des Kleinen" nennt. Im Kern geht es darum, dass ein Jedi seinen Fokus verkleinert – bis dass er die gebündelte Kraft nutzen kann, um Dinge auf einer mikroskopisch kleinen Ebene zu verändern.
Das ist eine freakige Art zu zeigen, wie das Fokussieren auf weniger und weniger zuletzt alles verändern kann.

Viele von uns würden gerne auf die eine oder andere Art die Welt verändern. Wir würden gerne etwas beitragen, die Dinge zum Guten wenden, das eigene Leben und das Leben anderer bereichern, etwas Positives hinterlassen.