Klimawandel stoppen. Leben ändern.

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Muße

An meinem Leben einen breiten Rand

Es gab Zeiten, in denen ich mich nicht entschließen konnte, die Blüte des Augenblicks irgendwelcher Arbeit des Kopfes oder der Hände zu opfern. Ich lasse gern einen breiten Rand an meinem Leben. An manchem sonnigen Morgen, nachdem ich mein tägliches Bad genommen hatte, saß ich vom Sonnenaufgang bis zum Mittag am sonnenbeschienenen Eingang meines Hauses, eingehüllt in Träume, inmitten der Pinien, Nussbäume und Sträucher, in ungestörter Einsamkeit und Stille, während die Vögel sangen oder geräuschlos durchs Haus flatterten, bis ich von der Sonne in meinem Fenster im Westen oder dem Geräusch eines Reisenden auf der weit entfernten Straße wieder an das Vergehen der Zeit erinnert wurde. In diesen Zeiten wuchs ich wie Mais in der Nacht und sie waren viel produktiver für mich, als es jede Arbeit meiner Hände je sein könnte. Es war keine Zeit, die meinem Leben genommen war, sondern so viel bedeutsamer und wichtiger als jede andere Zeit. Ich erkannte das, was man im Orient als Kontemplation und Nicht-Tun kennt.

Auszeit

Vor zehn Jahren hatte ich meine letzte wirkliche Auszeit: Vier Wochen in einem kleinen griechischen Fischerdorf irgendwo unbekannt. Da habe ich die Wochen im Schatten des einzigen Baumes am Strand gesessen und nichts getan als auf das Meer zu schauen, zu dösen, abzuhängen, zu träumen, vielleicht auch ein bisschen nachdenken, alles sehr gelassen wie es eben gerade so kam, ein Leben ohne Uhrzeit: Aufstehen, wenn wach geworden, essen, wenn Hunger kam, ohne Rücksicht auf eine Tageszeit… Es war wunderbar! Nach drei Wochen war ich so synchronisiert und in einem so normalen eigenen Rhythmus, dass mir Flügel hätten wachsen können. So eine Auszeit wünsche ich mir mal wieder leisten zu können. Und ich glaube, alle Lebewesen sollten ab und an völlig befreit mal raus können von allem, so eine Art „Reset-Taste“ für das eigene Leben wiederfinden.

Analoger Sonntag Dirk Henn Do., 21.10.2010 - 17:10

Atme

Zur Ruhe kommen     Foto © Prato9x/flickr

Atme.

Atmen kann dein Leben verändern.

Wenn du dich gestresst und überwältigt fühlst – atme. Es beruhigt dich und hilft dir, Spannungen abzubauen.

Wenn du dir Sorgen machst über das, was auf dich zukommt, oder in etwas gefangen bist, das bereits geschehen ist – atme. Es vermag dich in diesen Moment zurückzubringen.

Wenn du mutlos bist und nicht mehr erkennen kannst, welcher Sinn in deinem Leben liegt – atme. Es wird dich daran erinnern, wie kostbar das Leben ist und dass jeder Atemzug deines Lebens ein wunderbares Geschenk ist. Mache das Beste aus diesem Geschenk.

Ein Manifest für Faule

Tu weniger, und dann tue noch weniger

Raum für Ruhe

"Praktiziere Nicht-Tun und alles fügt sich ineinander." Lao-Tse

Ein jeder ist mal faul, dann und wann. Klar, einige von uns werden von Faulheit öfter befallen als andere. Einmal sagte mir meine Mutter (die immer hart gearbeitet hat), dass sie faul sei und brachte dann am Ende doch die Arbeit hinter sich. Ich antwortete ihr: "Mama, das ist keine Faulheit! Das ist das genaue Gegenteil!"
Faulheit wird zumeist als eine schlechte Sache angesehen, aber ich bin da anderer Meinung. Trägheit ist eine fantastische Sache. Hier nur einige Gründe, warum:

1. Trägheit zeigt dir, dass dein Körper und dein Geist müde sind und dass sie eine Pause brauchen. Das deutet darauf hin, dass du tatsächlich innehalten solltest. Wenn du diese Anzeigen übergehst, führt es über kurz oder lang zum Burnout. Also sei faul, und fühle dich gut dabei.

2. Faulheit weist darauf hin, dass du nicht zu hart arbeiten willst – was oftmals dazu führt herauszufinden, wie du deine Ziele mit weniger Arbeitseinsatz erreichen kannst.

Lass die Welt an dir vorüberziehen

Das, was immer schon da ist       Foto © Erik/Flickr

Gestern saß ich vor meiner neuen Wohnung (wir sind letzte Woche umgezogen, und wir lieben diesen neuen Ort) und ich habe einfach den Dingen um mich herum ihren Lauf gelassen.
Menschen fuhren in ihren Autos vorbei, in Eile auf dem Weg zu ihrer nächsten Verabredung. Vögel zogen vorüber und die Insekten waren so geschäftig wie die Menschen in ihren Autos, während um mich herum die Pflanzen und Gräser im feuchten Klima Guams gedeihen.

Im Haus war wie immer viel los, meine Kinder verwandelten gerade ihre Umgebung in ein riesengroßes Durcheinander (das meine Frau und ich ziemlich bald wieder aufräumen würden).