Klimawandel stoppen. Leben ändern.

meist donnerstags

*

Die E-Mail Adresse, die den Newsletter erhalten soll.

Klimanotstand

Unterstützen wir die Fridays for Future. Jetzt!

Es ist an der Zeit, dass wir uns zusammenschließen.

Das Logo unserer Kampagne. Bald an allen Ecken und Enden der Stadt zu sehen.

Bereits vor zwei Monaten haben die Fridays for Future weltweit dazu aufgerufen, dass alle Menschen mit Ihnen ab dem 20. September an einem Strang ziehen. Erinnert ihr euch noch an den Aufruf?

Ich habe in meiner Heimatstadt den Appell beim Wort genommen und der örtlichen Fridays-Gruppe meine Unterstützung angeboten. Vor zwei Wochen haben wir nun mit zwanzig Organisationen das Klimaaktionsbündnis Freiburg aus der Taufe gehoben, um die Fridays for Future-Demonstration am 20. September zur größten Demonstration Freiburgs zu machen.

Alle und alles müssen sich ändern

Greta Thunbergs Rede auf der "Brilliant Minds" Konferenz in Stockholm am 13. Juni 2019

Es geht um Gerechtigkeit und die ungleich größere Verantwortung, die wir wohlhabenden Menschen des industrialisierten Westens haben. Das Schlimmste wäre, wenn wir so täten, als ob unser extremer Lebensstil normal wäre. Der Großteil der Weltbevölkerung lebt bereits jetzt innerhalb der planetaren Grenzen. Es ist eine Minderheit, die es nicht tun - und das sind wir. Wir müssen es wagen, unbequem zu sein!

Mein Name ist Greta Thunberg und ich bin ein Klimaaktivist. Um das Jahr 2030 werden wir uns in einer Situation befinden, in der wir wahrscheinlich eine unumkehrbare Kettenreaktion in Gang setzen, die sehr wahrscheinlich zum Ende der Zivilisation führen wird, wie wir sie kennen - jenseits jeder menschlichen Kontrolle.

Das Zeitalter, in dem wir einander brauchen

Foto: darvalife/unsplash

Vor fünfzehn Jahren, als ich begann Bücher zu schreiben, hatte ich große Hoffnungen, eines Tages "entdeckt" zu werden, und dass "meine Botschaft" dadurch Millionen von Menschen erreichen und die Welt zum Besseren verändern würde.

Diese Ambition wurde schon kurz darauf empfindlich gedämpft, als ich feststellen musste, dass ich nach Jahren harter Arbeit am Buch "Die Renaissance der Menschheit" keinen Abnehmer in der Verlagswelt finden konnte. Also druckte ich das Buch im Selbstverlag und hoffte immer noch, dass es durch Mundpropaganda zum Bestseller werden würde. Diesen Verlegern würde ich es zeigen! Ich erinnere mich daran, wie ich im August 2007 – fünf Monate nach der Erscheinung, zu einem Zeitpunkt, an dem es schon einiges an Bekanntheit gewonnen haben sollte – einen Blick auf die Verkaufszahlen wagte. In Summe hatte ich diesen Monat fünf ganze Bücher verkauft.

Streikt mit uns!

Einmal mehr wird man unsere Stimmen auf den Straßen hören, aber es kann nicht nur an uns hängen bleiben. Deshalb rufen wir alle Menschen zu einem weltweiten Klimastreik auf.

Der "Fridays for Future"-Aufruf vom 23. Mai zum Generalstreik am 20. September 2019

"Am Freitag gehen wir in großer Zahl in 110 Ländern bei mehr als 1350 Veranstaltungen auf die Straße und fordern, dass Regierungen umgehend einen sicheren Weg beschreiten, die Erderwärmung unter 1,5 Grad Celsius zu halten. Wir haben Wochen und Monate damit verbracht, diesen Tag vorzubereiten. Wir haben zahllose Stunden organisiert und mobilisiert, in denen wir auch einfach mit unseren Freunden herumhängen oder für die Schule hätten lernen können.

Am Limit

Letzten Freitag haben wir in Deutschland unser Jahresbudget an Ressourcen verbraucht. Am 3. Mai hatten  wir bereits so viel konsumiert, wie eine Erde hergibt. Seit dem Wochenende also betreiben wir Raubbau. Nimmt man die EU als Referenz, so ist „unser Anteil an Welt“ morgen erschöpft.

Es ist ganz einfach zu verstehen, was mit Klimanotstand gemeint ist. Anschaulich wird es, wenn man sich unseren Ressourcenverbrauch im historischen Verlauf anschaut. Ich habe euch eine kleine Animation vorbereitet. Schaut sie euch mal an und teilt sie unbedingt mit anderen, auch in den sozialen Netzwerken. Es ist wichtig zu sehen, was wir Jahr für Jahr seit mehr als zwei Jahrhunderten tun.

Trauer und CO2-Reduktionismus

Eben schrieb mir der Umweltschützer Michael Mielke Folgendes: "Immer wieder sind wir auf die Einsicht zurückgekommen, dass die Klimaschutzbewegung erst durch mehrere Stadien der Trauer gehen muss, um Akzeptanz zu finden."

Ich freue mich, dass sich diese Erkenntnis langsam verbreitet. Trauer ist notwendig, um die Situation, vor der wir stehen, auf einer tiefen Ebene zu integrieren. Andernfalls bleibt sie für die meisten Menschen abstrakt. Unsere gesellschaftliche Infrastruktur schirmt uns ja (zumindest bis jetzt) ganz gut vor spürbaren Auswirkungen des Klimawandels ab. Für die meisten Menschen scheint der Klimawandel etwa im Vergleich zu ihrer nächsten fälligen Schuldenrate oder zum Suchtproblem ihrer pubertierenden Kinder recht weit weg und abstrakt - etwas, das entweder nur in der Zukunft passiert oder in den Nachrichten.

Hier geht es lang! Nettonull 2035!

Heute hat die Fridays for Future-Bewegung Ihre Forderungen öffentlich vorgestellt. Ein Plan für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, der mich erstmals seit Jahrzehnten zuversichtlich stimmt. 

Lasst uns der Jugend folgen! Das ist das Beste, was wir tun können.

Anbei die Forderungen im Wortlaut.

Wandel jetzt!      Foto: Paul Wetzel

Fridays For Future fordert die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels. 

Explizit fordern wir für Deutschland:

  • Nettonull* 2035 erreichen
     
  • Kohleausstieg bis 2030
     
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035
     
  • Entscheidend für die Einhaltung den 1,5°C-Ziels ist, die Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stark zu reduzieren.

    Deshalb fordern wir bis Ende 2019:
     

  • Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger
     
  • 1/4 der Kohlekraft abschalten
     
  • Eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen. Laut UBA sind das 180€ pro Tonne CO2

Hört auf mit Anreizen und setzt endlich Grenzen!

Ihr nervt! Schluss jetzt!    Foto: foulsterr/Unsplash

Ich kann das Gerede nicht mehr hören! Gebetsmühlenartig wiederholen Politikerinnen und Wirtschaftsfunktionäre, dass wir anstelle von Verboten »Anreize« schaffen sollten. Anreize für nachhaltige Verkehrslösungen, Anreize für eine umweltgerechte Landwirtschaft, Anreize für ressourcenarmes Wohnen. 

Die Wahrheit ist: Wir folgen den Anreizen nicht, wir machen einfach weiter wie gewohnt. Weil es bequemer ist und weil wir es gewohnt sind.

Wir brauchen das Ende der alten Strukturen. Das bedeutet, Zeitpunkte zu benennen, an denen wir gezwungen sind, die gewohnten Verwüstungen für immer zu beenden. 

Alles stehen und liegen lassen Dirk Henn Do., 21.03.2019 - 08:26

Auch für ihn würde ich alles stehen und liegen lassen
Foto: vincentvanzalinge/Unsplash

Wie gelähmt sitze ich vor meinem Schreibtisch und bringe es nicht fertig, meiner Arbeit weiter nachzugehen. Der Zustand ist nicht neu, ich kenne ihn seit meiner Jugend. 

Es war dieser kleine Schwarm Kiebitze, der mir den Weg wies.
Jedes Jahr versammelten sie sich vor dem Fenster meines Jugendzimmers, sie waren in Gefahr. Die »Flurbereinigung« hatte meine Heimat ihrer Hecken, Knicke und Brüche beraubt, Strassen und das nahe Gewerbegebiet fraßen sich in die Wildkräuter-durchzogenen Felder und Wiesen, die unser Haus umgaben.
Ich konnte zusehen, wie der Schwarm von Jahr zu Jahr kleiner wurde – bis er schließlich verschwand.

Die Rechnung

4-Minuten Kurzfilm zum Klimawandel mit Benno Fürmann, Bjarne Mädel,  Christoph Tomanek und Ina Paule Klink.  Vor 10 Jahren veröffentlicht, lustig und topaktuell.

Wenn ihr nicht wisst, wie ihr es reparieren könnt, dann hört auf, es zu zerstören!

Alle reden über Greta Thunberg. Wirklich unglaublich finde ich, dass bereits vor mehr als 26 Jahren eine ganz ähnliche Rede von einem zwölfjährigen Mädchen auf einer UN-Konferenz gehalten wurde.

Severn Cullis-Suzuki auf dem Rio Earth Summit der Vereinten Nationen 1992 im Wortlaut:

„Ich bin hier, um für die kommenden Generationen zu sprechen. Ich spreche für die verhungernden Kinder dieser Welt, deren Schreie ungehört bleiben. Ich spreche im Namen der zahllosen Tiere die weltweit sterben, weil sie keinen Lebensraum mehr finden. (…) Jeden Tag hören wir von Tieren und Pflanzen, die aussterben - die zu meiner Lebenszeit für immer verschwinden.

Der Wandel kommt

Greta Thunbergs Rede vor der UN-Klimakonferenz 2018

Greta Thunberg in Stockholm

"Mein Name ist Greta Thunberg, ich bin 15 Jahre alt und komme aus Schweden. Ich spreche im Namen von »Climate Justice Now«.

Viele Menschen sagen, dass Schweden nur ein kleines Land ist und dass es egal ist, was wir tun. Aber ich habe gelernt, dass man nie zu klein sein kann, wenn man etwas verändern will. Wenn ein paar Kinder weltweit Schlagzeilen machen, indem sie einfach nicht zur Schule gehen, dann stellt euch vor, was wir – wenn wir es wirklich wollten – erreichen könnten.

Aber um das tun zu können, müssen wir klar und deutlich sprechen. Ganz gleich, wie unangenehm das sein mag.

Es ist Zeit zu handeln Dirk Henn So., 23.12.2018 - 16:48

Greta Thunberg ist meine Heldin. Eine schwedische Schülerin, die sich monatelang in Stockholm vor den Reichstag stellt, um gegen unsere Tatenlosigkeit angesichts des Klimawandels zu demonstrieren. Und die Zehntausende von Schülerinnen und Schüler weltweit angeregt hat, das Gleiche zu tun.

Mich hat es erstaunt, dass der Text der kurzen Rede die Greta Thunberg auf der UN-Klimakonferenz in Katowice gehalten hat, nirgendwo zu finden ist. Jeder Satz dieser Rede stimmt. Warum wird sie nicht allerorten verbreitet?
Also habe ich die Rede ins Deutsche übersetzt und euch auf 52 Wege bereitgestellt:

Greta Thunberg: Der Wandel kommt | 52 Wege

 

Neubesinnung

Parkplatz am Morgen       Foto © Dirk Henn

Aus meiner neuen Wohnung schaue ich auf einen Parkplatz. Des Morgens eilen die Menschen in ihren meist viel zu großen Autos herbei. Wie auf einer Landebahn führt sie die lange Zufahrtspiste vor die Eingänge des Kindergartens und der Kleinkind-Gruppe. "Sieben Zwerge" und "Sonnenblume" klingt niedlich, doch die Menschen die dorthin eilen, scheinen oft in großer Not zu sein. Sie biegen mit ihren Kleintransportern, Familienvans und Kombis in derart wahnwitziger Hast um die Kurven, dass die Anwohner der umliegenden Häuser des Morgens und am Mittag lieber Abstand halten.

Null, jetzt

Cartoon © Renate Alf

Es ist an der Zeit, uns mit einer grundlegenen Wahrheit anzufreunden. Die meisten uns von waren bereits geboren, als die Menschheit den Bogen überspannte und (irgendwann in den 1980ern) damit begann, die Ressourcen der Erde schneller zu verbrauchen, als unser Planet sie aus sich selbst heraus hervorbringen kann. Und viele von uns werden noch immer leben, wenn wir, in der Mitte dieses Jahrhunderts auf dem Weg zu einer erdumspannenden Kultur der Nachhaltigkeit sind.