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Mut zur Lücke

Was tun, wenn uns nicht gelingt, was wir uns vorgenommen haben?

Wie geht es weiter?       Foto © UlrikeA/photocase

In einer Stunde ist es Donnerstag und ich sollte einen weiteren Beitrag für 52 Wege auf Lager haben...
Habe ich aber nicht.

Gerade ziehe ich um, kümmere mich um den Kauf unseres Schulhauses und schaffe es so gerade eben, daneben auch noch meiner Arbeit im Büro nachzukommen. Die 52 Wege sind diesmal auf der Strecke geblieben.

Es wäre so dringend, viel in dieser Welt zu bewegen und ich scheitere bereits daran, einen Artikel pro Woche bereitzustellen? Das kann ja wohl nicht wahr sein! Es gibt wirklich größere Herausforderungen, als wöchentlich einen Text zu neuen Wegen zu veröffentlichen... All das geht mir durch den Kopf, und peinlich ist mir das Ganze auch. Ich habe keine Idee, ich weiß nicht wie es weitergeht, ich weiß nicht was ich tun soll.

Rigdzin Shikpo schreibt in Wende dich niemals ab:
"Nachdem wir uns einer Situation zugewandt haben, stellen wir womöglich fest, dass wir nicht wissen, was wir tun sollen. Vielleicht ist das peinlich, aber es ist eine interessante Art der Verlegenheit. (...)
Gewöhnlich entledigen wir uns der Peinlichkeit in schwierigen Situationen dadurch, dass wir einen bestimmten gut durchdachten Plan im Ärmel haben. Aber die einzige Methode, die am Ende wirklich hilft, ist sich einfach den Dingen zuzuwenden und sie deutlich zu erfahren. Wir müssen die Peinlichkeit, nicht immer zu wissen, wie wir mit uns selbst umgehen sollen, überwinden. Wir müssen unsere Gewohnheiten, Projektionen und andere leichte, gewohnte Kunstgriffe, die nicht wirklich funktionieren, aufgeben."

Schön, nicht wahr?!

Wer etwas tut, macht unvermeidlich Fehler. Nehmen wir es also gelassen.
Wenn wir neue Wege beschreiten wollen ist es unvermeidlich, von Zeit zu Zeit scheitern. Wollten wir das Scheitern vermeiden, so kämen wir keinen Schritt vor und auch keinen zurück.
Und so haben wir nur diese eine Wahl: Uns den anstehenden Fragen zuzuwenden, ihnen nicht auszuweichen, nach Antworten zu suchen, ihnen zu begegnen - und dabei auch hier und da zu scheitern.

Und was kann ich tun, wenn ich auch das nächste Mal bereits an kleinen Aufgabe scheitere?
Unbeirrt weitermachen, in all meiner Unvollkommenheit.

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