Lächelnd ganz präsent

Chögyam Trungpa

Es nicht notwendig, andauernd zu schuften und die Dinge fortwährend voranzutreiben. Wenn du in lebendigen Situationen wach und offen bist, ist es ihnen und dir möglich, kreativ, schön, humorvoll und freudvoll zu sein. Diese natürliche Offenheit ist rechtes Bemühen - im Gegensatz zu allen alten Arten der Anstrengung. Rechtes Bemühen bedeutet, die Situation exakt so zu sehen, wie sie in genau diesem Moment ist, ganz gegenwärtig zu sein, freudvoll, mit einem Lächeln.

Geh über die Angst hinaus

Chögyam Trungpa

Wenn du deine Angst untersuchst, wenn du hinter die Fassade deiner Nervosität schaust, findest du Traurigkeit. Die Nervosität rührt dauernd etwas auf, ist ein einziges Beben. Wenn du das Tempo rausnimmst, wenn du deine Angst in Ruhe lässt, ist die Traurigkeit still und sanft. Der Shambhala-Tradition zufolge entdecken wir Furchtlosigkeit, wenn wir mit der Weichheit des menschlichen Herzens arbeiten.

Mehr leben, weniger brauchen

Leo Babauta

Je mehr ich mein Augenmerk darauf richte zu leben, desto weniger brauche ich.
"Sein Augenmerk darauf richten zu leben", was soll das heißen? Es ist ein Wechsel – von der Sorge um die Dinge, die ich habe, um meinen Status, um Ziele und um wunderschöne Dinge hin zum unmittelbaren Leben. Leben umfasst: Lange Spaziergänge, Dinge selber machen, Gespräche mit Freunden, kuscheln mit meiner Frau, mit meinen Kindern spielen, einfache Speisen essen, rausgehen und aktiv werden.

Die Jahreszeit des Krempels

Reich beschenkt

Reich beschenkt       Foto © trepavica/photocase

Patrick Rhone

In diesen Tagen beginnt ganz offiziell die Saison der Dinge. Während dieser Zeit des Jahres werden wir unaufhörlich ermuntert, mehr Dinge zu kaufen, mehr Zeugs für die zu kaufen, die wir „lieben“ und dankbar für den Krempel zu sein, den wir haben und noch dazubekommen.

All diese Dinge erzeugen einen Materialberg, der dann auch wieder weggeworfen oder recycelt werden muss.

Vom Wert des Zuhörens

Ganz Ohr

Ganz Ohr       Foto © Franziska Fiolka/photocase

Dirk Henn

Eigentlich bin ich es gewohnt, sogleich etwas zu tun. Zu antworten, Vorschläge zu unterbreiten, etwas zu besorgen, einen Plan zu machen, die Dinge in die Hand zu nehmen. Doch wenn ich wirklich hier sein will, geht das nicht. Oft verschwindet die Welt, so wie sie ist, genau in diesem schnellen Tun.

Was aber braucht es, um im Tun in Kontakt zu sein?
Als ich in der vergangenen Woche Leos Artikel "In diesem Moment" übersetzt habe, hat mich erstaunt, wie sehr es ihm darum geht, zuzuschauen.

In diesem Moment

Lass dich inspirieren, im Moment zu leben

Katzenmoment

Katzenmoment       Foto © Kammikatze/photocase

Leo Babauta

Wie oft schon hast du etwas gegessen und den Geschmack des Gerichts nicht wirklich wahrgenommen? Oder du hast Besorgungen gemacht oder bist mit dem Auto gefahren – ohne es überhaupt richtig wahrzunehmen. Unsere Tage ziehen oft an uns vorbei, während wir im Geist woanders sind.

Wie man wenig wollen kann

David Turnbull

Wenn man sich entscheidet, ein einfacheres Leben zu führen, gibt es zwei Herausforderungen: Wenig zu besitzen und wenig zu wollen. Dennoch verschmelzen die meisten Menschen diese beiden Herausforderungen in das einzige Ziel, „einfacher zu leben“. Leider sind das zwei ganz unterschiedliche Biester, die man nur jeweils in der ihnen eigenen Art zähmen kann.

Unsicherheit zu überwinden ist unsagbar gut

Chögyam Trungpa

Unsicherheit heißt hier, dass du an dir selbst oder der Existenz der grundlegenden Gutheit zweifelst. Wenn du dich nicht bestrafst oder verdammst, wenn du dich mehr entspannst und Körper und Geist zu mögen beginnst, dann kommst du mit der grundlegenden Gutheit in dir in Berührung. Es ist also enorm wichtig, dass du bereit bist, dich für dich selbst zu öffnen.

Die Kraft der Stille

Stille Wasser
Leo Babauta
"Stille ist eine Quelle großer Stärke."
Lao Tse

Es ist ein arbeitsreicher Tag und du wirst ohne Unterlass mit E-Mails, Anrufen, SMS, Nachrichten und Unterbrechungen jeglicher Art überhäuft. Der Lärm der Welt ist wie ein dumpfes Gedröhn, das jede Sekunde deines Lebens durchdringt. Es ist eine Mordshetze, es zerrt an deiner Aufmerksamkeit – so lange, bis dass du keine Kraft mehr hast, nicht mehr hinhören magst und kaum noch irgend etwas zustande bringst.

Dieser Lärm, dieses Gebrüll ist eine Krankheit. Es kann uns wirklich fertigmachen. Es stresst uns, wir fühlen uns niedergeschlagen, fressen den Frust in uns hinein, sind am Ende – erschlagen von den Aufs und Abs unserer technisierten Lebenswelten.
Doch es gibt ein ganz einfaches Gegenmittel: Stille.

Inhalt abgleichen

Back to top