Aufbruch ins Ungewohnte

Der wöchentliche Weg in eine lebenswerte Welt

Parkplatz himmelblau

Parkplatz himmelblau       Foto © decar66/photocase

Dirk Henn

Seit mehr als 30 Jahren wissen wir, dass wir so nicht weiterleben können. Dass wir die Natur, die Grundlage unseres Lebendigseins, Zug um Zug vernichten. Und wir beginnen zu ahnen, dass der Preis materiellen Wachstums auch für unsere seelische Gesundheit zu hoch ist.
Warum nur gelingt es uns nicht Einhalt zu gebieten? Was läßt uns, jeden einzelnen von uns, straucheln?

Ist es die Politik, die Globalisierung, die Wirtschaft, unsere Maßlosigkeit? Von allem wohl ein wenig.
Wir leben in einer Welt scheinbar unbegrenzter Möglichkeiten. Unsere Wohnungen und Autos werden von Jahr zu Jahr größer und die Vielzahl an Kleidungsstücken, Einrichtungsgegenständen und technischen Raffinessen, mit denen wir uns umgeben, wäre noch vor 20 Jahren undenkbar gewesen. Unser Konsum wächst an, wir produzieren mehr Güter und auch an unserem Arbeitsplatz erledigen wir oftmals mehr als jemals zuvor.
Gleichzeitig stoßen wir an unsere Grenzen. Wir können nur eine begrenzte Menge von Dingen konsumieren. Es macht nur Sinn, eine begrenzte Menge von Waren herzustellen. Und auch auf der Arbeit gibt es nur eine begrenzte Zahl von Stunden am Tag, die wir der Arbeit nutzen können.
Und mehr noch, unser rastloses Tun hat weitreichende Konsequenzen: Die Verwüstung unseres Lebensraums – ablesbar an Artenschwund und Klimawandel – wie auch die Verwüstung unserer Seelen – die uns als Burnout oder doch zumindest in Form des Gefühles droht, Tag für Tag einer milden Krankheit anheimgefallen zu sein, einer Sinnlosigkeit des eigenen rastlosen Tuns.
Doch es gibt ja noch uns, dich und mich. Da gibt es einen Spielraum, uns einer Kultur des Lebens zuzuwenden, bei uns, an diesem Ort, zu dieser Zeit. Denn wir sind die Welt, in der wir leben, so wie wir leben. Erst wenn und weil wir anders leben, können wir die Welt bewegen – Politik, Wirtschaft und Gemeinwesen neu gestalten und uns in lebendiger Form dienlich machen.
Das postfossile Zeitalter wird ganz anders aussehen müssen als unsere heutige erdölgenährte Lebensweise. Doch eine neue Welt, unausweichlich sich anbahnend, gibt uns auch die Möglichkeit, uns in unseren menschlichen Qualitäten neu zu erfinden. Krisen bieten immer auch die Möglichkeit, sich zu besinnen auf das, was unser Leben glücklich, kostbar und einzigartig macht. Und da habe ich mir gedacht: Das Thema ist doch mal eine Website wert! Tja, und hier ist sie...

Projekte, Ideen, Entwürfe
Lassen Sie uns also in den kommenden Wochen und Monaten ruhig anschauen, wie wir leben – und wie wir leben wollen. Der 52 Wege-Newsletter wird Sie mit neuen Ideen, Projekten und Entwürfen in Kontakt bringen. Er wird Wege des Wandels aufzeigen, einer fundamentalen Neuorientierung verpflichtet, die bei uns, bei jedem einzelnen von uns, anfängt. Abonnieren Sie den wöchentlichen Newsletter, damit wir gemeinsam nach neuen Wegen Ausschau halten können, wie wir gelassen und freundlich durchs Leben wandeln können. Und uns den Raum und die Zeit zurückerobern für die Dinge im Leben, die wir wirklich lieben.
Wirkliche Lösungen für eine lebenswerte Welt bestehen bereits. Es bedarf allein unserer Entschlossenheit und unseres Mutes, zuzupacken, die Gelegenheit beim Schopfe zu fassen und loszugehen. In Bewegung zu kommen.

Doch auf dem Weg lauern auch Fallgruben. Derzeit ist es in Mode, schnelle Antworten auf die drängende Frage zu finden. Ökobewusster Konsum a la Lohasguide oder Utopia scheint Lösungen für unsere prekäre Situation bereitzuhalten. Doch die Probleme liegen tiefer. Es reicht nicht mehr, sich mit bequemen Halbwahrheiten über Wasser zu halten. Denn es ist unser Lebensstil, mit dem wir die Erde innerhalb nur weniger Generationen unbewohnbar machen. Und da bietet grüner Konsum kaum eine Alternative. Es geht nicht um besseren grünen Konsum, es geht nicht um die neueste Generation von hocheffizienten Geräten und Hilfsmitteln. Es geht um so unermesslich viel mehr, denn es geht um uns. Unsere persönliche Entwicklung, die aktuellen wirtschaftlichen Turbulenzen und die Zerstörung unseres Planeten sind untrennbar miteinander verbunden.

Niemand von uns will die Erde vernichten. Wir alle wollen unser Leben, unseren Spaß und unseren Anteil am Wohlstand dieses Landes – zurecht. Doch auch Zukunftsfähigkeit hat einen Preis. Wir können nicht einfach weiterleben wie bisher, auch nicht effizienter oder irgendwie besser. Wenn wir Gesellschaft und Zusammenleben nicht von Grund auf neu angehen, werden wir unendlich viel verlieren. Der Klimawandel zwingt uns zu viel grundsätzlicheren Entscheidungen. Und das ist gut so.
Die Wahrheit ist: Wir haben uns an einen Lebensstil gewöhnt, der mehr und mehr zum Problem wird. Unmerklich, über die Jahre ist das Leben im materiellen Übermaß zur Selbstverständlichkeit geworden. Doch Glück und Zufriedenheit, das ahnen wir, verweilen andernorts.

Begeben Sie sich mit uns auf die Reise
Also bedarf es der Besinnung – im wahrsten Sinne des Wortes: Wie wollen wir leben? Wie wollen wir hausen, wie speisen und reisen? Und was können wir in all diesen Lebensfragen jetzt, hier zum Besseren wenden?
Weltweit gibt es eine Vielzahl von Menschen, die sich in diesem Sinne auf die Suche nach neuen Lebens- und Arbeitsformen begeben. Die Stimmen dieser Menschen werden in unserem Newsletter zu Wort kommen und uns neue Wege aufzeigen. Als Nährboden für lebendiges Neues, Woche für Woche, 52 mal im Jahr.
Begeben Sie sich mit uns auf die Reise. Das Fahrtenbuch müssen wir uns in diesem Fall allerdings selber schreiben. Denn die Zeit der großen Antworten ist vorbei, ich glaube sogar, dass Ideologien noch nie wirklich funktioniert haben. Wir können uns nur auf den Weg machen, Schritt für Schritt immer wieder neu auf Kurs bringen.
Kommen Sie also mit? Begleiten Sie uns auf dem Weg zu neuen Ufern! Das würde mich sehr freuen. Ihre Kommentare und Anregungen sind dabei von unschätzbarem Wert!

Kommentare

Freude

Bin über "small is beautiful" und eine Websuche zu Schumacher auf Ihre Seite gestoßen.
Die Existenz und die bisher von mir gelesenen Inhalte erfreuen mich sehr:-)

gegoogelt...

Lange her, dass ich hier war und intressant, alles mal wieder zu lesen. Ich engagiere mich weiterhin beim "Öffentlichen Wohnzimmer"; weil ich eben gern mit Menschen zusammen bin.
In diesem Jahr ist unser Thema "Die Wekt zu Gast" und wir haben Fördergelder bekommen... Erschreckend ist für mich, wie viele junge finanzstarke Leute hier Rieeeeesenwohnungen bekommen können, beim "Öffentlichen Wohnzimmer" nur genießen kommen und keinen Finger krumm machen...
Wohltuend ist es für mich, wie schnell Kinde Vertrauen fassen, wenn ich auf ihre Fragen eingehe, ihnen zeige, dass sie keine Hilfe brauchen, sondern was sie unter meiner Fuchtel machen, selber können...
Verreist war ich seit dem Mauerfall noch immer nicht, hab allerdings immer mal Gäste von überall her...
Bin gespannt, wie es mit einem bedingungslosen Grundeinkommen für jeden Menschen weltweit auf dieser einen Erde aussehen wird, denn dafür engagiere ich mich intensiv!
Herzliche Grüße aus Berlin,
Berthild

Optimismus

Nachdem ich 20 Jahre nach den Regeln der anderen gelebt, und meine Regeln außer acht ließ, kam vergangenes Jahr das wiedererwachen. Meine Kinder haben mein Herz wieder geöffnet. Ein Herz für ein harmonisches Universum. Ein Herz das mit dem Einklang der Natur steht. Zurück zu den Ursprüngen, gekoppelt mit einem Projekt, an dem alle partizipieren sollen. Es würde mich freuen viele gleichgesinnte zu finden, zu treffen, für ein harmonisches Miteinander nach eigenen Regeln. Ich hab's getan und freue mich über jede/n der es auch tut, und uns dabei unterstützt unser Vorhaben zu realisieren. Im Einklang mit uns selbst und der Natur. Wir wollen Wälder kaufen, Bäume Pflanzen, Tiere schützen, mittellosen Menschen helfen und Bildungsarbeit leisten. Alles in dem Verständnis dass wir, unsere Umwelt und Natur unwiederbringlich miteinander verbunden sind. Wir leben für eine bessere und friedliche Welt. Auch wenn die Zeichen Momentan nicht dafür sprechen, sind wir dennoch guter Dinge und optimistisch eingestellt. Gemeinsam können wir helfen. Gemeinsam schaffen wir es ....

Optimismus

Lieber Harald,

Ihre Zeilen haben mich sehr bewegt.
Ich würde gerne mehr über Ihre Projekte erfahren und mich auch gerne einbringen.
Nicht mit monetären Mitteln, aber mit meiner Zeit und meinen Talenten.

Ich weiß nicht wie hier der Kontakt hergestellt werden kann. Falls ich kein Feedback erhalte werde ic versuchen mich an den Moderator zu wenden.

Auf jeden Fall freut es mich sehr zu hören, dass Ihre Kinder Sie erreichen konnten und sie alle jetzt miteinander für gemeinsame Werte einstehen.

Viel Glück!

Olivia

Nachhaltige Bildungsökonomie

Lieber Herr Henn, über das enorm-maganzin und dem Interview mit Niko Paech sowie einen Klicks bin ich hier bei Ihnen gelandet. Die Annahmen, Gedanken, Einlassungen und Einschätzungen empfinde ich als sehr passend, sind sie doch eindeutig quergedacht: "Es gibt keine Weiterso." Meine Profession ist die der Entwicklung von Menschen und Einrichtungen im Bereich Schule und Bildung. Ich kann Analogien zum meinem Thema sehen, aber würde mich über Ihre Einschätzung freuen: Wie hängt aus Ihrer Sicht eine veränderte Lernkultur und die Umsetzung von "Neuer Schule" - so ja auch der Wille der Poltik, den ich grundsätzlich teile - mit der These zusammen, dass "Reduktion die Rettung ist" (enorm-magazin Feb./März 2012, Seite 21, Niko Paech). Ich bin gespannt auf Ihre Antwort! Herzlichen Dank dafür. Grüße von Stefan Niemann

netzwerken

Lieber Herr Niemann, und ich bin hier auf Sie gestossen und habe das dringende Bedürfnis, Sie persönlich kennenzulernen. Ich denke, dass wir im Themenfeld SCHULE_BILDUNG_Innovation zu einem spannenden und interessanten Gedankenaustausch kommen könnten. Vielleicht beim kommenden barracuda-Netzwerktreffen oder virtuell über einen Emailaustausch? Ich bin gespannt, ob sich hier ein neuer WEG auftut, sogleich zu Jahresbeginn... Beste Grüße aus Berlin, KL

Wir sind nicht verantwortlich

Wir sind nicht verantwortlich für die Erde

Dies Webseite ist ein sehr spannendes Projekt. Danke dafür. Ich freue mich auf einen Gedankenaustausch. Da es auch um das Thema Nachhaltigkeit geht, hier mal ein kurzer Gedanke zum Thema Verantwortung für die Erde.

Ein Gedanke der schon sein Jahren in mir heranwächst: Wir brauchen die Erde, aber die Erde braucht uns nicht! Ich glaube, der Erde, der Natur, unserer "Umwelt" ist es ziemlich egal, wie wir mit ihr umgehen. Die Trennung zwischen "Natur" auf der einen Seite und "Mensch" auf der anderen ist unsinnig und überheblich. Wir sind ein Teil der Natur und alles (!) was wir tun ebenso. Jeder Dreck, jeder ölverseuchte Strand, jede Vergiftung ist Teil der Natur, weil wir Teil der Natur sind.
Wir brauchen uns also keinen Krampf aus der "Verantwortung" für die Erde machen, sondern sollten uns einfach nur Gedanken darüber machen, wie wir leben wollen.

Es geht also tatsächlich um uns selbst. Hier fangen wir an, etwas zu verändern. Nicht um die Welt zu retten, nicht um eine abstrakte Verantwortung zu übernehmen, die uns aufgebürdet wird, sondern um glücklich und authentisch leben zu können.

Wir sind nicht verantwortlich

Besser als mit diesem Text kann man es nicht ausdrücken - ich stimme zu 100 % zu. Auf der Erde ist ALLES Natur. Es gibt auch keine "Kunststoffe", denn was so bezeichnet wird, besteht aus Substanzen, die es auf Erde gibt.

Habe diese gute Seite erst heute entdeckt und werde den Newsletter abonnieren.

Und was ist deine Konsequenz?

Guten Tag unbekannte Schreiberin, unbekannter Schreiber,

und was ist dann deine Konsequenz? Darfst du tun, was du willst, in deinem Bestreben, glücklich und authentisch zu leben? Einmal schnell nach Australien fliegen und zurück, für zwei Wochen Urlaub?

Wenn wir es ernst meinen mit Ressourcengerechtigkeit und auch wenn wir verhindern wollen, dass eine unüberschaubare Zahl von Tieren und Pflanzen durch unser Handeln ausstirbt, haben wir durchaus eine Verantwortung.

Mir geht es sehr um die lebendige, authentische Seite der Umsetzung. Aber an den Eckdaten kommen wir nicht vorbei.

Egoismus

Ok, dann mal los:
(Wer die Zusammenfassung des nachfolgenden Textes will, der schaue ganz unten; aber ihm entgeht was)
"Es gibt kein Recht ausser mir" ; "Mir geht nichts über mich!"
Diese netten Worte hat Max Stirner geschrieben, in seinem sehr bemerkenswerten Werk "Der Einzige und sein Eigentum". Ein Beitrag zur Philosophe und anarchismus Debatte, erschienen 1844 in Leipzig.

Er leitet im weiteren seine eigenen Regeln für diesen Selbstgenuss ab. Grundlegend kommt er zu der egoistischen Fetstellung, das es ihm nur gut geht, wenn es seinen Nachbarn auch gut geht.

Ein weiterer spannender Autot ist Peter Hagget. Seines Zeichens Geograph. Er hat das ebenso bemerkensperte Buch "Geographie, a modern Synthesis" geschreiben. Darin versucht er zum ersten mal in der wissenschaftlichen Auseinandesetzung der modernen Geographie, die beiden großen Gebiete der Humangeographie und der Physischen Geographie zusammen zu fügen. Es stellt gundlegende zusammenhänge fest und bedauert die Trennung zwischen Mensch und Natur, die angeblich nur auf arbeitsdidaktischen Erwägungen beruht.
Der Mensch sollte sich selber auch als Umwelt begreifen. Als lebendiger Teil der Natur. Das ist er. Es gibt da tatsächlich keine Differenz. Allsedings gibt es auf der Ebene der Wirklichkeitskonstruktion sehr wohl einen Gedanken, der eine Differenz begründet hat. "Ich dnke also bin ich" war da der Anfang. Daraus wurde dann noch "ich bin sogar besser und höher und mache sie mir zu Untertan". Zum SWchuß km der Gedanke "Ich bin unabhängig." In seiner letztlichen Konsequenz natürlich auch von meinen Mitmenschen. Verinzelung entsteht. Was da acuh mitspielt ist die aneignung des Materiellen und essen Gestlltung durch den Menschen. Thales Milet hat vor 3500 jahren die Atomistik erfunden. Vereinzelung der komplexen Strukturen uaf materieller Ebene. Auch wir sind letztlich nur durch kleinste Teile mit einen funktionale Zusammenhang gebildet. Das einzige was uns zusammenhält, wie auch den Stuhl, den Fisch, das Universum, ist die Bewegung der einzelnen Teilchen. Ähh, moment mal. Was ist eigentlich Teilchen und was Bewegung? Die moderne Quantenphysik kann das gar nicht mehr trennen.
Was ist der Mensch und was ist Umgebung? Kultur gegen Natur? Natur des Menschen ist Kultur?
Sicher scheint mir, dass der Menach, aufgrund seine Konstitution, auf alle durch die Erde bestehenden Prozesse angewiesen ist, unter der Vorraussetzung, das ich diesen Planeten weiter so haben will, das die Menschheit als solche weiter leben kann und eben nicht weiter so leben kann, als ob die Möglichkeiten beteht unserer Heimat weiter so zu benutzten wie bisher. (Das würde bedeuten, dass wir, wenn wir den weltweiten Durchschnittskonsum so belassen, wir auf Dauer 1,5 x die Erde benötigen).
Noch ein Aspekt (undich reduziere schon gewaltig)
Der Mensch ist ein soziales Wesen. Aber er ist kein materielles Wesen. Er braucht aber auch, als Mengelwesen einen Pelz oder eine Haus oder irgendwas, damit er nicht erfriert. Aber er bracuht keine Luxusjacht, keine 500 qm große Villa und keinen Flug für zwei Wochen nach Australien. Das ich das nicht mache ist evident, aber es fängt für mich auch die Eigenverantwortung an, dafür zu sorgen das dass auch den anderen klar wird, das das nicht geht. Und wenn ich weiter denke, dann sogar dafür zu sorgen, das dass gar nicht mehr gewünscht wird und letztlich nicht mehr zur Verfügung steht. Thema "grundlegender Wertewandel" der Menschheit...Evolution, Revolution Eskalation, Bescheidenheit Widerstandsplicht Zivilcourage Askese Einsiedellei............

Es gibt da eine spannende Denkrichtung in der Welt der dichter, Denker, Philosohne, Wirtschaftshandelnden und Soziologen, die davon ausgeht, dass die "Wahrheit die Erfindung eines Lügners ist" (vgl: "Diskurs des radikalen Konstruktivsmus"). Wir stellen unsere Sicht der Welt jeden Augenblick selber her. Wir "erfinden unsere Wirklichkeit" und damit auch jede Trennung und zwischen Natur und Kultur, damit auch jeden Gegner und Feind, jedses Ziel, jeden Gedanken und jede Tat die wir tun. Wir sind vor allem uns selber verantwortlich. Und wir können jederzeit anders.

Ihr erinnert euch noch an den Anfang des Textes: "Mir geht nichts über mich" ?
Diesen egoistischen Ansatz hat bei mir zur Folge gehabt, das ich den Planeten Erde als Lebensraum für mich, meine beiden Kinder, deren Kinder und damit für die Menschen allgemein und damit eben den ganzen Planeten Erde für alle Lebewesen erhalten will. Nebenbei bemerkt, die wirklich moderen Geographische und biologische Wissenschaft geht längst davon aus, das der Planet selber besser als kompelxes Lebewesen beschrieben werden muss statt als Rohstofflager.
Dafür war es für mich unabdingbar, möglichst gar nicht zu Fliegen und die Trennung zwischen Natur und Kultur letztlich aufzuheben. Das hab ich mir selber Erfunden, zugegeben, mit Mithilfe von ziemlich vielen Leuten, Tieren, Bäumen, und und undudndundundunudnudundunundun...

ach ja, danke für die Überstetzte Videoversion. Das Ende fand ich etwas doof, so wie aus einem TUI Werbeprospekt für Flüge nach Australien.............

Kennt ihr eigenlich die Musikgruppe "King Crimson"? Da gibt es viele schöne Texte zu hören. Einer hat den Namen "Epitaph". Hört mal rein.

Gruß
Martin

Danke für diese tolle Seite

Danke für diese tolle Seite, die ich kürzlich auf dem Umweg einer von Studenten gestalteten FAZ-Beilage über das Thema "Zeit" gefunden habe. Es tut gut zu wissen, dass es noch mehr Menschen gibt, die das System "Hamsterrad" nicht länger akzeptieren wollen und langfristig auch gar nicht können, denn spätestens bei der irgendwann schwindenden Gesundheit stößt man an seine Grenzen. Ich glaube, mit den mittlerweile erwachsenen Kindern der 68-er Generation wird sich in Zukunft so manches relativieren, denn Perspektiven ändern die Richtung, wenn man sich so durch die 40er Lebensjahre hangelt. Eines Morgens wacht man auf und stellt fest: Ich könnte in zehn Jahren ja schon tot sein ! Und die Kinder verabschieden sich bereits in sechs Jahren mit dem Abi in der Tasche, und man selbst hat noch so viele Träume und Hirngespinste, die der Realisierung harren. Ich habe mir 47 Jahre keine Gedanken über die Zukunft gemacht, sondern war froh, wenn ich die vielen Anforderungen des Hier und Jetzt irgendwie unter einen Hut bekommen konnte. Nun, die geburtenstarken Jahrgänge der 60er werden hoffentlich möglichst bald und vollständig anfangen, unsere Gesellschaft entsprechend neu zu denken und zu gestalten. Dafür ist das Internet natürlich ein wunderbares Vervielfältigungsinstrument.
Also, ich besuche Ihre Seite fortan regelmäßig, werde Sie weiterempfehlen und freue mich auf Ihre gelegentlichen Newsletter.

Hallo Dirk, ich bin

Hallo Dirk,

ich bin zufällig über eure Webseite gestoßen und finde es recht interessant. Natürlich gibt es kein Regelwerk für das Leben. Ich denke, dass es auch keins geben wird, weil jeder seinen individuellen Weg geht. Aber Inspirationen sind immer sehr wertvoll, wenn es mal stockt :)

Endlich mal wieder hergekommen ...

Ich hab es endlich mal wieder hergeschafft!
Eben hab ich was hier steht noch einmal gelesen und gedacht, dass ich da doch mal son linket Ding hergeben muss!
Viel Freude beim Ansehen und herzliche Grüße aus Berlin!
Berthild
http://www.youtube.com/watch?v=PkoGBXV9Tig

Danke

Hallo,

ich wollte mich nur rasch einmal, für die Pflege dieser Website, bedanken. Ich habe den RSS-Feed jetzt seit einigen Monaten abonniert und freue mich immer, wenn es einen neuen Beitrag gibt (auch wenn es dann ab und an ein bisschen enttäuschend ist, wenn mich der Text dann nicht ganz so mit zu reißen vermag, wie der in der Vorwoche ;) ).

Die Übersetzungen, habe ich zumindest das subjektive Gefühl, werden auch immer besser: Wirkten die ersten (auf dieser Website) immer noch ein bisschen ängstlich an die englische Grammatik geschmiegt, scheinst Du Dich hier immer mehr zu trauen (das ist nur eine Beurteilung der deutschen Texte, die Originale lese ich meist nicht nocheinmal, nachdem ich die Übersetzung gelesen habe, weswegen ich die Qualität der eigentlichen Übersetzung hiermit ausdrücklich nicht bewerten will).

Auf jeden Fall: Vielen Dank für diese Seite & weiter so!

David

Betroffenheit ...

Wir gut, dass ich mal wieder meinen Namen in Google eingab und dadurch hierher kam ...

Ein Zelt hatte ich noch nie, ein kaputtrepariertes Bein hält mich auf engstem Raum, seit ich am 25. Januar den 1. Fahrradunfall meines Lebens hatte.
An einer Stelle war Blitzeis und rums. Ich saß mitten auf der Kreuzung und mein Fuß war nicht mehr da, wo Füße eigentlich immer sind; er hing hinter meinem Bein. Ich wurde aufgesammelt und mit Metallen geflickt, die ich nicht akzepieren wollte und konnte.

Aus einem einfach durchgebrochenen Wadenbeinknochen wurden viele Verletzungen ...
Heute, fast 5 Monate später, eitert die Naht noch immer, das Bein ist lila und ich bin bei etlichen Ärzten gewesen.
Ich bin Krankenschwester, also nicht so unwissend, wie Medizyniker die PatientInnen brauchen ...

Ich rette mich - seit zwei? Wochen hinke ich endlich ohne Krücken - immer mal ins Cafè und Kino am Ufer, in Wedding oder zu senior-street-art, in Kreuzberg und mach jetzt hier, vor Ort allerlei.

Türingen und der Bayrische Wald oder die Oberfalz liegen zur Zeit in weiter Ferne ...

Ich will schon lange nichts mehr haben oder sein ...
Ich genieße es, Leben einfach leben zu können, das heißt für mich, den größten Teil meiner Lebenszeit ziemlich frei einteilen zu können und die Natur, also auch das Zusammensein mit Pflanzen, Tieren und Menschen zu genießen ...

Und wie geht es Ihnen heute?

Liebe Frau Lorenz
Ich habe Ihre "Betroffenheit" gelesen und mich gefragt, wie es Ihnen heute geht. Konnten Sie den schönen Sommer trotzalledem geniessen? Wie geht es Ihrem Bein und dem Selbstbefinden?
Ich freue mich auch Ihre Antwort.

Herzlich milde Herbstgrüsse aus Zürich

Kyra A. Richiger

P.S. Ich schwimme noch jeden Tag im Zürichsee und geniesse es zusammen mit anderen Badenden sehr.

Ich brauch jetzt nur noch ein paar Minuten Anlauf,

iebe Frau Richiger,
bis ich meinen Fuß beinahe wie einen gesunden abrollen kann.
Am Sommer hab ich vor allem genossen, dass mich die Hunde und deren Menschen an vielen Tagen stürmisch auf der Wiese hinter dem Haus begrüßten!

Parallel dazu bekam ich einen Gartenschlüssel und durfte mich dort erholen und auch austoben; das war mir eine Wohltat. Allerdings wäre ich lieber öfter mit Menschen zusammen und war im Garten dann auch wieder alleine, wie seit dem Mauerfall sooo oft.

Das "öffentliche Wohnzimmer" in der Spielstraße um die Ecke hab ich -, trotzend meinem Bein -, den ganzen Frühling und Sommer über mitgestaltet und hatte viel Freude dabei; da kamen junge und weniger junge und ganz wenig junge Menschen einfach zusammen und das ist es, was ich brauche ...

Mit "senior-street-art" haben wir, gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und AnwohnerInnen, drei Wochenenden lang eine Brücke gestaltet; davon zeige ich viele Fotos auf Facebook ...

Vorigen Samstag hab ich für "Plant for the Planet" mit etlichen Menschen zusammen in Dahlem Bäume gepflanzt. Dort wurde vor 80 Jahren ein amerikanischer Hochstieleichenwald gepflanzt, damit die Nobelhütten nicht abgefackelt werden können ...
Das hatte zur Folge, dass sich kein einheimisches Tier mehr ernähren konnte ...

Damit diese sich nun wieder ansiedeln können, haben wir 1 000 einheimische Setzlinge eingepflanzt ...

Viel los, nur eben alles immer ohne finanzielle Gegengabe - macht in so viele Jahren ja auch was mit mir ...

"Nebenbei" bau ich weiterhin an meiner Idee von der Veränderung der Gewalt in der Justiz ...

Herzliche Grüße an den Züricher See und an alle hier Lesenden!
Berthild Lorenz

Wir leben in einer Welt scheinbar unbegrenzter Möglichkeiten.

das ist der eine Unterschied ...
Ich "lebe" seit ich 1990 zurück kam, wie Helmut Kohl 1990 alle DDR Flüchtlinge gebeten hatte, vom Sozialhifesatz, der mir ja nun seit einigen Jahren hartzlich gerne gegeben wird.

Gerade seit Mai 2009 ist der Hartz IV-Satz noch ein Mal um 70 Euro gekürzt worden.
Ich bekomme Monat für Monat 666 Euro, von denen schon fast 400 Euro nur für Warmmiete für die 52m² paterre "Wohnung" - alles Außenwände und helhörig bis schlimmer gehts nicht, abgehen ...

Unbegrenzte Möglichkeiten? Ich hab seit dem Mauerfall noch mehr Begrenzung erlebt, als in der DDR.
Damals, in der DDR, bin ich in jedem Jahr in mein geliebtes Thüringen gefahren, auf die Berge gestiegen, um ein Mal im Jahr die Übersicht zu haben ...
Seit dem Mauerfall nie mehr ...

Ich bin nie in diesem Land angekommen und staune immer wieder, wie anders doch meine Welt, inmitten, am Rande der Bundesrepublik ist.

Berthild Lorenz

Kontakt

Hallo, durch "Vermittlung" bin ich auf diese Web-Seite gestoßen.
Der Beitrag von Berthild Lorenz (22.5.2009) hat mich betroffen gemacht. Nun bin ich nicht klar ob ich mit dieser "Antwort" die Verfasserin erreiche? Gerne würde ich in direkten Kontakt treten um einige Fragen abzuklären - ist dies möglich?
Ich wäre über eine Rückmeldung sehr dankbar.
Grüße vom Bodensee
Helmut Biegger
Kontakt:
A - 6900 Bregenz
E-Mail - helmut.biegger@vup.at
Skype - helmut.biegger
Mobil - 0043 / 664 / 255 86 62

Auf nach Thüringen!

Liebe Berthild,

deine Beschreibungen haben mich an meine Zeit in Berlin erinnert, ich habe hier auch zwei Jahre lang von Sozialhilfe gelebt, vor zehn Jahren. Das Kraftraubendste war für mich aber nicht die geldliche Armut. Da konnte ich mich behelfen. Mit kleinen Jobs für Freunde, die mich auf ökonomischen Nebenwegen versorgt haben. Und durch die Mitgründung des Kreuzberger Tauschrings, der mir den bereichernden Austausch mit meinen Nachbarn ermöglicht hat - mit all den Schwierigkeiten, die so eine Tauschgemeinschaft auch mit sich bringt.

Das Beschwerlichste war mein eigenes Gefangensein in dem was ich "haben" oder "sein" wollte. Ohne Arbeit, irgendwo im dritten Hinterhaus in Neukölln – da ist es schwer sich selbst und jeden einzelnen Schritt den man tut als wertvoll zu erkennen. Insofern ist diese "Welt scheinbar unbegrenzter Möglichkeiten" und dass wir uns an ihr messen aus meiner Sicht gerade das Problem.

Weißt du, am meisten spüre ich Leben wenn ich deinen Satz lese "... bin ich in jedem Jahr in mein geliebtes Thüringen gefahren, auf die Berge gestiegen ...". Das klingt gut.
Und solche Wanderungen, solches "im Leben sein", hat mir keine noch so enge ökonomische Situation nehmen können. Ein Zelt und einen Schlafsack habe ich immer noch irgendwo in der Ecke gehabt oder von Freunden leihen können.
Also: Auf nach Thüringen!

Auf nach Thüringen ...

hm ...

Vielleicht eine Frage: Hast du ne Vorstellung, wem du deinen Rat schlägst?

Ich kann nicht im Zelt im Schlafsack auskommen - da fehlt mir was dazu ...

Die Leute, zu denen wir damals fuhren, die gibt es dort nicht mehr und Geld für ein Quartier hab ich nicht ...

Du schreibst: "bin ich in jedem Jahr in mein geliebtes Thüringen gefahren, auf die Berge gestiegen ...". Das klingt gut."

Tja, und das ist länger als ein Vierteljahrhundert her und es war wunderschön ...
Und Fakt ist, dass in Deutschland arbeitslos Genannte stets und ständig ihre Arbeitskraft bereit zu halten haben und kein Recht aufs Urlaubhabenwollen haben ...

Auf der einen Seite wird mir eine Behinderung anerkannt, die ich so nicht sehe -, aber es geht ja auch nicht wirklich um mich in den Amtsstuben, sondern ums Aufrechteralten des Systems -, und auf der anderen Seite steht mir keine Erholung zu -, wovon auch?!?

Solche Perversitäten bewusst zu machen, hab ich 2009 vieeeeele Stunden in Utopia investiert ...

Ich bin für heute müde und sende herzliche Grüße aus dem schon wieder dunklen Berlin.
Berthild

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Nähere Details können Sie der Creative Commons Lizenz entnehmen, der dieser Beitrag unterliegt. Urheber: 52 Wege / Dirk Henn

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