Simplicity
Mach eine Sache gut
Oft werde ich gefragt, wie man eine Arbeit tun kann, die man liebt – wie wir unser Geld mit etwas verdienen können, von dem wir begeistert sind.
Ich behaupte nicht, dass ich alle Antworten darauf wüsste, aber für mich ist die Antwort ziemlich einfach: Mach eine Sache gut.
Die meisten Menschen wollen eine umfangreichere Antwort, aber in meiner Erfahrung wird sich alles andere ergeben, wenn du das lernst.
Vom richtigen und vom falschen Minimalismus
Stadt gegen Land
Sieht so Minimalismus aus? Foto © owik2/photocase
Ich höre oft, dass man in San Francisco nicht minimalistisch leben kann – weil es eine Stadt ist, weil es teuer ist dort zu leben, weil dort alle Menschen so geschäftig und gehetzt sind. Das verwirrt mich, weil ich mich dann frage, was im Verständnis dieser Menschen Minimalismus eigentlich ist.
Es gibt nicht nur eine Weise, Minimalismus zu leben – man kann das machen, indem man in einem Bauwagen lebt, mit dem Rucksack um die Welt reist, in einem winzigen Haus lebt, auf einer großen Farm oder sonstwo.
Einfache Vergnügungen
Der Sommer naht und damit die Urlaubszeit. Wo geht´s hin?
In die Nähe oder in die Ferne schauen? Foto © Dirk Henn
Im Grunde ist es ganz einfach: Nah soll es sein, wirklich nachhaltig und ein Ort, an dem ich ohne Sorge sein kann. Doch wie wird daraus ein Urlaub?
Als ersten Anhaltspunkt habe ich mich an den Verbänden und Zusammenschlüssen orientiert, die sich einem nachhaltigen Tourismus verschrieben haben. Die Angebote von Viabono waren mir jedoch zu teuer. Das Forum Anders Reisen hat einige sehr gelungene Reisen, aber auch so sehr viel Fernreiseangebote – da wird es dann am Ende nie was mit der Nachhaltigkeit. Ö-plus hat in der Schweiz einiges zu bieten, doch die Blaue Schwalbe, habe ich dann für mich entschieden, ist das entschiedenste und wärmste der touristischen Qualitätssiegel. Nun ja, aber im ersten Anlauf war nichts dabei, was ich derzeit bezahlen kann,
Reduziere deinen CO2-Fußabdruck
Leo will’s wissen: Der extreme und unvermeidliche Weg in eine nachhaltige Lebensweise
© beck
Minimalismus ist ein großartiger Weg, viel leichteren Fußes auf dieser Erde zu wandeln. Weniger zu verbrauchen ist viel wichtiger, als ökologisch korrekt einzukaufen – obschon ich euch ermuntere, beides zu tun.
Also, lass uns gleich zu den Tipps kommen:
1. Iss weniger. Ich habe erst neulich darüber geschrieben. Weniger Konsum von Lebensmitteln bedeutet weniger Ressourcenverbrauch und weniger Umweltbelastungen, die durch die Herstellung und den Transport der Lebensmittel verursacht werden.
Aus dem Landtagebuch
Die kleinen weissen Glocken des Frühlings
DIE ERSTEN SCHNEEGLÖCKCHEN sind aufgetaucht. Ihre Ankunft lichtet langsam, ganz langsam die dunkle Schwere, die der Regen über das Land gelegt hat. Unser Hof ist eine einzige Schlammpampe. Er ruft mir den genervten Refrain meiner stadtliebenden Mutter in Erinnerung, den sie immer dann anstimmt, wenn sie zu Besuch kommt: „Ich mag Schlamm nicht. Ich mag es nicht!“
Die glücklichen Tage voll Schnee sind nunmehr Erinnerung. Aufgaben winken.
Mach eine Sache richtig
Foto © .marqs/photocase
Das klingt einfach, nicht wahr?
Aber in wie vielen Cafés bist du schon gewesen, in denen es noch nicht mal eine gute Tasse Kaffee gab?
Wie viele Klempner hattest du schon im Haus, die sich auf ihr Handwerk nicht so recht verstanden?
Und wie oft hast du schon etwas gekauft, um nachher zu denken "das kaufe ich nie wieder"?
Genau: Zu lernen, eine Sache gut zu machen, braucht manchmal ein ganzes Leben.
Es mag zehn Jahre dauern, bis du es voll und ganz raus hast einen einfachen Laib Brot zu backen.
Den Heizölverbrauch senken – auf die japanische Art
Am Kotatsu Foto © Sean Sakamoto
"Es ist so verrückt, dass du dein ganzes Haus heizt" sagte meine Frau eines Winters. Sie ist Japanerin und als wir noch frisch verheiratet waren, hier in den USA, gab es eine Menge dieser "es kann nicht wahr sein, dass ihr hier so was tatsächlich macht"-Wortwechsel.
Vor kurzem sind wir nach Japan umgezogen und jetzt hat sich das Blatt gewendet. Jetzt stehe ich vor neuen Herausforderungen und der wahrscheinlich größte Kulturschock bei der Ankunft war: "Es kann nicht wahr sein, dass ihr eure Häuser hier nicht heizt."
Es stimmt: Es gibt keine Heizungen in unserer neuen japanischen Wohnung und in diesem Kulturkreis ist das keineswegs ungewöhnlich.
Ich lebe ohne Geld – und mir geht’s recht gut
Mark Boyle mit Äpfeln Foto © www.justfortheloveofit.org
Sechs Jahre lang habe ich Wirtschaftswissenschaften studiert und nicht ein Mal das Wort "Ökologie" gehört. Wenn ich nicht durch Zufall in der Endphase meines Studiums ein Video Namens "Gandhi" gekauft hätte, wäre für mein Auskommen gesorgt gewesen. Zum Beispiel in einem sehr angesehenen Job, in dem ich indische Bauern davon überzeuge, dass es besser ist genmanipulierte Saaten anzubauen – oder irgend etwas anderes Nützliches in der Art.
Der kleine Bursche im Leinengewand hat mir allerdings eine wichtige Lektion erteilt: "Sei du der Wandel, den du in der Welt suchst." Blöd war nur, dass ich nicht die leiseste Ahnung hatte, was dieser Wandel sein sollte.
Nachdem ich einige Biolebensmittel-Firmen geleitet hatte, wurde mir klar, dass selbst "ethisches Business" niemals nur annähernd ausreichen würde. Ein nachmittägliches Herumphilosophieren mit einem Kumpel brachte dann die große Wende.
Eine Tasse, ein Leben lang
Kawagishi-sensei mit seiner Tasse Foto © Sean Sakamoto
Kawagishi-sensei ist Zen-Mönch und er ist Lehrer an der Sekundarschule an der ich arbeite. Er unterrichtet Kalligrafie, eine der traditionellen Künste Japans. (Es gibt bei uns eine Menge Zusatzangebote, an denen sich die Schülerinnen und Schüler beteiligen können, ähnlich wie an US-amerikanischen High Schools.)
In Kalligrafie üben die Schüler die Kunst, japanische Kanji-Schriftzeichen zu malen – die chinesischen Buchstaben, die einen Teil der geschriebenen Sprache ausmachen. Kalligrafie hat in Japan eine lange Tradition und die Schriftzeichen sehen, selbst für meinen ungeübten Blick, wunderbar aus.
Kawagishi-sensei lehrt Kalligrafie seit mehr als 30 Jahren. Mein Japanisch ist nicht gut genug, um viel mit ihm zu sprechen, aber doch versuchen wir jede Woche miteinander zu plaudern. Mir fiel auf, dass er seinen Tee dabei immer aus einer speziellen Tasse trinkt, die auf seinem Tisch steht.
Wie viel ist genug?
Basics Foto © Mr. Kris/flickr
Wir wollen oft mehr als wir gerade haben.
Mehr Geld, mehr Gadgets, bessere Möbel, eine bessere Wohnung, ein besseres Auto, mehr Kleidung, mehr Schuhe, mehr Erfolg.
Und was passiert, wenn wir mehr bekommen? Wir sind nicht zufrieden, weil es bereits neue Werbung für neue iPods, für neue Laptops, für neue iPhones, für neue Autos, für neue Kleidung gibt. Wir wollen das haben. Es ist unmöglich diesen unersättlichen Hunger zu stillen, weil unsere Kultur sich nicht mit dem zufrieden gibt, was wir haben, sondern darauf abzielt, mehr haben zu wollen.








