Konsum

Regionalesser machen’s besser

Susan Albers
Lokalapfel

Lokal ist optimal       Foto © claudiarndt/photocase

Die Herausgeber des Oxford English Dictionary erklärten 2007 locavore zum besten neuen Wort des Jahres. [Loca­vore ist eine an Pflanzenfresser, herbi­ vore, angelehnte Wortschöpfung; auf Deutsch hat es in etwa die Bedeutung„Regiona­lesser“.]

Ein locavore ist jemand, der regional angebaute Zutaten und Lebensmittel kauft.

Die Lebensmittel kommen direkt vom örtlichen Wochen­markt oder aus dem eigenen Garten. Produkte aus der Region schmecken oft besser und sind in der Regel frischer und gesünder. Und sie sind besser für unseren Planeten, da sie nicht mit Abgas produzierenden, Benzin fressenden Lastwagen über große Strecken befördert werden müssen. Erzeugnisse, die im Umkreis von hundertfünfzig Kilometern angebaut wurden, ersparen auch Transportkosten, so dass sie billiger sein können; und das Geld, das Sie für sie ausgeben, fließt direkt in die Wirtschaft der Region.

So ist das Kaufen von frischem Obst und Gemüse aus der eigenen Region ein Schritt, mit dem Sie dazu beitragen, für sich und die Welt eine achtsame Essumwelt zu schaffen.

Die wahren Kosten der Dinge

Leo Babauta

Oftmals versuchen wir, weniger zu kaufen, weil wir einfach und maßvoll leben und Geld sparen wollen. Und da bin ich ganz und gar dafür.

Doch es gibt eine Menge mehr Gründe, wenig zu kaufen. Sehr viel mehr.

Die Kosten, die der Kauf eines Dings verursacht, kratzen nur an der Oberfläche. Wenn wir etwas kaufen, tragen wir es in unsere Wohnungen, in unsere Leben und wir lassen uns auf das Leben eines neuen Dings ein.

Das Leben eines Dings? Jetzt bist du aber verrückt geworden, Leo!   weiterlesen »

Von unserer Lust auf die Dinge

Leo Babauta
Von den Dingen gefangen

Im Ding drin       Foto © kallejipp/photocase

Wir alle haben Begierden und Sehnsüchte – das ist Teil des Menschseins.

Wir wollen geliebt werden, Freunde haben, Freude erfahren, uns sicher fühlen.

Doch unsere Lust nach Dingen ist nicht so natürlich, wie uns oft glauben gemacht wird.
Klar, uns gelüstet es nach allem Möglichen: Schönen Autos, schönen Klamotten, schönen Häusern, coolen Computern und IPhones, wunderschönen Möbeln und Notebooks, Schuhen, Schmuck, Taschen, Fahrrädern…   weiterlesen »

Buddhistische Wirtschaftslehre

Ernst Friedrich Schumacher
Worum geht es in unserem Wirtschaften, in unserer Arbeit, in unserem Konsum von Dingen?
Vor 37 Jahren erschien ein überaus prägender Aufsatz, der bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Ich freue mich, ihn euch heute in gekürzter Form vorstellen zu können. Nehmt euch die Zeit, ihn zu lesen. Es lohnt sich!


Es besteht wohl allgemeine Übereinstimmung darüber, daß die menschliche Arbeit eine grundlegende Quelle des Wohlstandes ist. Der moderne Wirtschaftswissenschaftler hat jedoch gelernt, in „Arbeit“ nicht viel mehr als ein notwendiges Übel zu sehen. Vom Standpunkt des Arbeitgebers aus ist sie auf jeden Fall einfach ein Kostenfaktor, der auf ein Minimum zu verringern ist, wenn er sich nicht, beispielsweise durch Automation, völlig ausschalten läßt. Vom Standpunkt des Arbeiters aus ist sie eine „Last“ – arbeiten heißt ein Opfer an Muße und Bequemlichkeit bringen.   weiterlesen »

Nur weniger ist mehr

Kann die Entkonsumierung unserer Leben gelingen?
Dirk Henn
Warum Wale die Orientierung verlieren...

Warum Wale die Orientierung verlieren...     © beck

Seit einigen Monaten verfüge ich über weitaus weniger Geld als zuvor. Und ich hatte die Hoffnung, dass das meiner Umwelt gut tut.

Schließlich kann ich nur noch halb so viele elektronische Geräte und Einrichtungsgegenstände kaufen und nur noch einen Bruchteil der Unterhaltung konsumieren – Kino, CDs, Thermalbadbesuche und üppige Festmahle sind seltener geworden als zuvor.
Das heißt nicht, dass auch meine Lebensfreude darunter leidet. Nein, das nicht. Es ist sogar so, dass ich - von einigen meiner ehemaligen Besitztümer befreit - leichteren Herzens durch die Welt wandeln kann.   weiterlesen »

Inhalt abgleichen

Back to top