Welt der Fülle

Aus dem Landtagebuch

Tom Hodgkinson
Die kleinen weissen Glocken des Frühlings

Die kleinen weissen Glocken des Frühlings

DIE ERSTEN SCHNEEGLÖCKCHEN sind aufgetaucht. Ihre Ankunft lichtet langsam, ganz langsam die dunkle Schwere, die der Regen über das Land gelegt hat. Unser Hof ist eine einzige Schlammpampe. Er ruft mir den genervten Refrain meiner stadtliebenden Mutter in Erinnerung, den sie immer dann anstimmt, wenn sie zu Besuch kommt: „Ich mag Schlamm nicht. Ich mag es nicht!“

Die glücklichen Tage voll Schnee sind nunmehr Erinnerung. Aufgaben winken.   weiterlesen »

Die Würde der Welt ist immer da

Chögyam Trungpa
Eisiger Sonnenaufgang

Sonnenaufgang       Foto © photoholic1/flickr

Schau dir die Sonne an. Die Sonne scheint. Niemand poliert die Sonne. Die Sonne scheint einfach. Schau dir den Mond an, den Himmel – eine Welt, wie sie nicht besser sein könnte.

Leider versuchen wir menschliche Wesen, uns alles in Begriffen der Bedingtheit zu erschliessen. Wir versuchen aus nichts etwas zu machen. Wir haben alles durcheinandergebracht. Das ist unser Problem.   weiterlesen »

Sich für die Welt entscheiden

Thomas Merton
Die unbeschreiblich schöne Welt

Eine unbeschreiblich schöne Welt     Foto © Nasa

Niemand hat mich vorher gefragt, ob ich 1915 geboren werden wollte, so dass ich zum Zeitgenossen von Auschwitz, Hiroshima, dem Vietnamkrieg und den Rassenunruhen von Watts geworden bin. Und doch sind das Ereignisse, in die ich, ob ich es will oder nicht, zutiefst und persönlich involviert bin. Die „Welt“ ist nicht nur ein physikalischer Raum, der von Düsenflugzeugen durchmessen wird und der voller Menschen ist, die in alle Richtungen rennen. Sie ist ein Komplex von Verantwortlichkeiten und Optionen, der sich aus der Liebe, dem Hass, den Ängsten, Freuden, Hoffnungen, der Gier, Grausamkeit, Freundlichkeit, dem Glauben, Vertrauen und Misstrauen aller zusammensetzt.   weiterlesen »

Wie ein Kind

Leo Babauta
Rote Stiefel im Herbst

Herbst     Foto © lama-photography/photocase

“Alle Kinder sind Künstler. Das Problem ist, wie man ein Künstler bleiben kann, wenn man erst einmal erwachsen wird."
Pablo Picasso

 
Manchmal hänge ich am hellichten Tag mit einigen meiner Kinder im Bett herum, lass alles stehen und liegen und spiele einfach. Oder ich sitze neben ihnen und sehe wie sie spielen. Sie tun so, als wären sie Superhelden oder Prinzessinnen, sie spielen Szenen aus ihrem Leben nach oder sie schießen mit Holzgewehren aufeinander ein.

Fast immer beschleicht mich dann ein Gefühl der Bezauberung, einer reinen Freude, einer unschuldigen Rückkehr in eine einfachere Zeit.   weiterlesen »

Mögen die Götter auf uns herabschauen und lächeln

Dirk Henn
Schneelächeln

In der Welt       Foto © riot jane/flickr

Jetzt mochte ich nicht mehr.

Zwei Wochen lang bereitete es mir Mühe, diese Website zu machen.
Andauernd gilt es zu übersetzen, aus Gedankenfragmenten neue Texte zu formen, E-Mails zu beantworten, Perspektiven zu entfalten und Kontakte zu knüpfen.

Eines Morgens dann habe ich einfach alles liegen lassen. Bin raus in die Morgensonne und habe nach langer Zeit zum ersten Mal wieder dieses sommerliche Leben um mich herum gespürt. An dem Tag habe ich nichts mehr angerührt und es auch ansonsten ruhig angehen lassen. Und dann ging es weiter. Mit neuer Energie.   weiterlesen »

Liebe das Leben, nicht den Krempel

Leo Babauta
Manchmal werden die Dinge sehr groß, zu groß...

Wenn die Dinge zu groß werden       Foto © riot jane/flickr

Wir sind scharf auf Dinge – sie zu kaufen, sie zu erwerben, sie zu besitzen, sie zu sammeln.

Laßt uns doch lieber das Leben lieben.

Unsere Fixiertheit auf Dinge ist ungesund geworden. Wenn wir in unserem Leben Leere verspüren, kaufen wir Dinge. Wenn wir Schwierigkeiten haben, kaufen wir Dinge. Und diese Dinge sind immer teurer geworden, größer, glanzvoller ... maßloser.
Diese Materialbessenheit führt dazu, dass wir eine Menge besitzen, unsere Dingwelten entwickeln sich zu einem wahren Wirrwarr ... und doch verleiht dieses Zeugs unseren Leben keine Bedeutung.   weiterlesen »

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