ökologisches Wirtschaften

Ein System der vielfachen Geschwindigkeiten und Rhythmen

Lewis Mumford

Die grosse Meisterleistung der mittelalterlichen Techniken bestand darin, dass sie imstande waren, viele wichtige Veränderungen voranzutreiben und aufzunehmen, ohne das enorme Erbe von Erfindungen und Fertigkeiten früherer Kulturen zu verlieren.

Hierin liegt einer der Dreh- und Angelpunkte ihrer Überlegenheit über den modernen Modus der Monotechniken, die sich mit der Auslöschung der technischen Errungenschaften früherer Zeiten brüsten, so schnell und so weit wie möglich, obschon das Ergebnis, wie im Fall des Monotransports mithilfe von Motorfahrzeugen oder Düsenflugzeugen, weit weniger flexibel und weniger effizient sein mag, als das weitaus differenzierte System der vielfachen Geschwindigkeiten und Rhythmen das ihnen voranging.

Übersättigt

Ivan Illich
Zu viel und zu schnell unterwegs

Zu viel und zu schnell unterwegs       Foto © .gregor/photocase

Ein Volk kann durch die Energiemenge seiner Maschinen ebenso überfahren werden wie durch den Kaloriengehalt seiner Nahrung, aber die energiemäßige Übersättigung der Nation gesteht man sich viel schwerer ein als eine krankmachende Diät. […]

Wenn mehr als ein gewisses Quantum Energie in das Transportsystem eingefüttert wird, so bedeutet dies,   weiterlesen »

Buddhistische Wirtschaftslehre

Ernst Friedrich Schumacher
Worum geht es in unserem Wirtschaften, in unserer Arbeit, in unserem Konsum von Dingen?
Vor 37 Jahren erschien ein überaus prägender Aufsatz, der bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Ich freue mich, ihn euch heute in gekürzter Form vorstellen zu können. Nehmt euch die Zeit, ihn zu lesen. Es lohnt sich!


Es besteht wohl allgemeine Übereinstimmung darüber, daß die menschliche Arbeit eine grundlegende Quelle des Wohlstandes ist. Der moderne Wirtschaftswissenschaftler hat jedoch gelernt, in „Arbeit“ nicht viel mehr als ein notwendiges Übel zu sehen. Vom Standpunkt des Arbeitgebers aus ist sie auf jeden Fall einfach ein Kostenfaktor, der auf ein Minimum zu verringern ist, wenn er sich nicht, beispielsweise durch Automation, völlig ausschalten läßt. Vom Standpunkt des Arbeiters aus ist sie eine „Last“ – arbeiten heißt ein Opfer an Muße und Bequemlichkeit bringen.   weiterlesen »

Das Ende der Geschäftigkeit

Leo Babauta
Hierhin und dorthin – Rushhour

Rushhour     Foto © BeneA/photocase

"Nichts zu tun ist besser, als geschäftig nichts zu tun.“ Lao Tse

 
Hör auf damit, so geschäftig zu sein, und deine Arbeit ist halb erledigt.

Denk mal darüber nach, wie emsig wir tätig sind, und wie sehr wir damit prahlen, uns damit brüsten: Ich bin so beschäftigt, ich muss wichtig sein.   weiterlesen »

Einfache Vergnügungen

Der Sommer naht und damit die Urlaubszeit. Wo geht´s hin?
Dirk Henn
In die Ferne schauen – auf Juist

In die Nähe oder in die Ferne schauen?   Foto © Dirk Henn

Im Grunde ist es ganz einfach: Nah soll es sein, wirklich nachhaltig und ein Ort, an dem ich ohne Sorge sein kann. Doch wie wird daraus ein Urlaub?

Als ersten Anhaltspunkt habe ich mich an den Verbänden und Zusammenschlüssen orientiert, die sich einem nachhaltigen Tourismus verschrieben haben. Die Angebote von Viabono waren mir jedoch zu teuer. Das Forum Anders Reisen hat einige sehr gelungene Reisen, aber auch so sehr viel Fernreiseangebote – da wird es dann am Ende nie was mit der Nachhaltigkeit. Ö-plus hat in der Schweiz einiges zu bieten, doch die Blaue Schwalbe, habe ich dann für mich entschieden, ist das entschiedenste und wärmste der touristischen Qualitätssiegel. Nun ja, aber im ersten Anlauf war nichts dabei, was ich derzeit bezahlen kann,   weiterlesen »

Kunst kann die Welt retten.

Aber dann brauchen wir mehr Künstler.
Kris de Decker
Radkappenfisch

Heutzutage haben Künstler keine Schwierigkeiten, Materialien zu finden, mit denen sie arbeiten können. Das selbe Zeug kann für unterschiedliche Zwecke wieder und wieder verwendet werden. Ein Kunstwerk kann in ein anderes verwandelt werden.

Warum kann unser industrielles Produktionssystem nicht auf die gleiche Art und Weise funktionieren?   weiterlesen »

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