ökologisches Wirtschaften
Schluß mit Konsumismus!
Wir sind keine Konsumenten. Wir sind Menschen.
Unser Leben ist nicht dazu bestimmt, Geld zu verdienen, damit wir unsere Einkaufsgewohnheiten aufrecht erhalten können oder damit wir uns ein großes Haus und zwei Autos oder luxuriöse kulinarische Genüsse oder teure Unterhaltung leisten können.
Wir leben nicht, um die Wirtschaft zu unterstützen. Und doch scheint es so – wenn man objektiv von außen auf unsere Gesellschaft schaut – dass wir das tun.
Wie viel ist genug?
Genügsamkeit bedeutet nicht selbstauferlegte Armut – sie erlaubt dir zu entdecken, wer du wirklich bist
Auf einem Kongress über alternative Wirtschaftsformen saß ich beim Abendessen zufällig neben einem Mann, der den Kurs unserer New Road Map Foundation über das Thema „Die Beziehung zu Geld transformieren und finanzielle Unabhängigkeit erreichen" besucht hatte. Er erzählte von seinen Bemühungen, herauszufinden, was für ihn selbst zum Leben reicht.
Gelegentlich besucht er ein Kloster auf dem Land, um in stiller Zurückgezogenheit zu meditieren. Für die Verpflegung sorgen dort die Mönche. Die vielen Hektar Wald sind von Wanderwegen durchzogen. Es gibt mehrere abgelegene kleine Häuschen mit nur ein oder zwei Stühlen. Jedes Zimmer hat ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl, eine Lampe – mehr nicht. Stille und Frieden prägen die Stimmung dieses Ortes.
Wider besseres Wissen
Dunkle Zeiten für den Klimaschutz. Könnten wir im Namen unseres Landes die Stimme erheben, müssten wir den Ausnahmezustand erklären.
Mit dem nun beschlossenen Energiekonzept der Bundesregierung können wir nun noch jahrelang und unverblümt weiter wursteln wie gewohnt, auf Kosten der Substanz und ohne jeden Bezug zum ganzen Ausmaß des globalen Wandels, der sich gerade vollzieht. Das verbaut für Jahre viele der Wege, um die es hier auf dieser Website geht. Das stimmt mich traurig.
Es gibt keinen Anfang
Foto © Alice Holden
Ich habe mich hingesetzt und versucht, für meinen Blog zu schreiben. "Fang jetzt an!" ging es mir durch den Kopf.
Zum Nachdenken ging ich ins Gewächshaus und fand die erste reife Tomate dieses Jahres.
Mit beiden Beinen auf dem Boden war mir mit einem Mal am Beispiel des Wachstums klar geworden: Für die Prinzipien, die hinter einem wirklich nachhaltigen und organischen System stehen, gibt es keinen Start- und keinen Endpunkt. Ganz gleich, ob es um die Zersetzungsprozesse im Kompost oder um die Umwandlung der Nährstoffe geht, die zur Formation von Früchten führt. Der Anfang ist einzig und allein der Startpunkt, von dem aus man selbst den Kreislauf betrachtet.
Ein System der vielfachen Geschwindigkeiten und Rhythmen
Die grosse Meisterleistung der mittelalterlichen Techniken bestand darin, dass sie imstande waren, viele wichtige Veränderungen voranzutreiben und aufzunehmen, ohne das enorme Erbe von Erfindungen und Fertigkeiten früherer Kulturen zu verlieren.
Hierin liegt einer der Dreh- und Angelpunkte ihrer Überlegenheit über den modernen Modus der Monotechniken, die sich mit der Auslöschung der technischen Errungenschaften früherer Zeiten brüsten, so schnell und so weit wie möglich, obschon das Ergebnis, wie im Fall des Monotransports mithilfe von Motorfahrzeugen oder Düsenflugzeugen, weit weniger flexibel und weniger effizient sein mag, als das weitaus differenzierte System der vielfachen Geschwindigkeiten und Rhythmen das ihnen voranging.
Übersättigt
Zu viel und zu schnell unterwegs Foto © .gregor/photocase
Ein Volk kann durch die Energiemenge seiner Maschinen ebenso überfahren werden wie durch den Kaloriengehalt seiner Nahrung, aber die energiemäßige Übersättigung der Nation gesteht man sich viel schwerer ein als eine krankmachende Diät. […]
Wenn mehr als ein gewisses Quantum Energie in das Transportsystem eingefüttert wird, so bedeutet dies,
Buddhistische Wirtschaftslehre
Worum geht es in unserem Wirtschaften, in unserer Arbeit, in unserem Konsum von Dingen?
Vor 37 Jahren erschien ein überaus prägender Aufsatz, der bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Ich freue mich, ihn euch heute in gekürzter Form vorstellen zu können. Nehmt euch die Zeit, ihn zu lesen. Es lohnt sich!
Es besteht wohl allgemeine Übereinstimmung darüber, daß die menschliche Arbeit eine grundlegende Quelle des Wohlstandes ist. Der moderne Wirtschaftswissenschaftler hat jedoch gelernt, in „Arbeit“ nicht viel mehr als ein notwendiges Übel zu sehen. Vom Standpunkt des Arbeitgebers aus ist sie auf jeden Fall einfach ein Kostenfaktor, der auf ein Minimum zu verringern ist, wenn er sich nicht, beispielsweise durch Automation, völlig ausschalten läßt. Vom Standpunkt des Arbeiters aus ist sie eine „Last“ – arbeiten heißt ein Opfer an Muße und Bequemlichkeit bringen.
Das Ende der Geschäftigkeit
Rushhour Foto © BeneA/photocase
"Nichts zu tun ist besser, als geschäftig nichts zu tun.“ Lao Tse
Hör auf damit, so geschäftig zu sein, und deine Arbeit ist halb erledigt.
Denk mal darüber nach, wie emsig wir tätig sind, und wie sehr wir damit prahlen, uns damit brüsten: Ich bin so beschäftigt, ich muss wichtig sein.
„Ich hab’ eine Million Sachen zu erledigen! Ich habe nie Zeit für irgendwas! Ich kann nicht runterschalten, ich bin zu beschäftigt.“ Das wird als eine gute Sache angesehen, in einer Gesellschaft in der wir produktiv, aktiv und von den Dingen in Anspruch genommen sein sollen.
Einfache Vergnügungen
Der Sommer naht und damit die Urlaubszeit. Wo geht´s hin?
In die Nähe oder in die Ferne schauen? Foto © Dirk Henn
Im Grunde ist es ganz einfach: Nah soll es sein, wirklich nachhaltig und ein Ort, an dem ich ohne Sorge sein kann. Doch wie wird daraus ein Urlaub?
Als ersten Anhaltspunkt habe ich mich an den Verbänden und Zusammenschlüssen orientiert, die sich einem nachhaltigen Tourismus verschrieben haben. Die Angebote von Viabono waren mir jedoch zu teuer. Das Forum Anders Reisen hat einige sehr gelungene Reisen, aber auch so sehr viel Fernreiseangebote – da wird es dann am Ende nie was mit der Nachhaltigkeit. Ö-plus hat in der Schweiz einiges zu bieten, doch die Blaue Schwalbe, habe ich dann für mich entschieden, ist das entschiedenste und wärmste der touristischen Qualitätssiegel. Nun ja, aber im ersten Anlauf war nichts dabei, was ich derzeit bezahlen kann,





