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Tun, was getan werden muss

Kuddelmuddel

Klar durchs Kuddelmuddel       Foto © Mr. Nico/photocase

Tag für Tag gibt es mehr zu tun, als uns unsere Zeit oder unsere Ressourcen erlauben. Es ist nicht möglich all das zu vollenden, das zu tun wäre. Starte mit diesem Wissen. Es ist beides – eine Quelle der Frustration und der Freude.

Viele Aufgaben scheinen leicht und angenehm zu sein, andere sind anstrengend und entmutigend. Nimm es wie es kommt. Mal wirst du dich überwältigt fühlen, dann wieder bist du verwirrt über die Frage, wo du anfangen sollst. An manchen Tag bist du klar und inspiriert, in dir selbst ruhend. Andere Morgende bringen dir nichts als Nebel.

Entdecke den Rhythmus und die Struktur deiner Arbeit, verfolge ihren Verlauf wie den der Jahreszeiten. Einige Aufgaben sind sehr hart – zu schwer zu ertragen und jenseits deiner Möglichkeiten. Einige erfordern ein leichtes Händchen und schenken dir die flüchtige Freude der Anerkennung. Einige der Aufgaben ziehen einfach durch dein Leben, wie tieffliegende Wolken, die dichtgepackt durch den Sommerhimmel ziehen.

Beginne jeden Tag mit der herausforderndsten Aufgabe. Wähle das, was am unangenehmsten oder unerwünschtesten ist. Tu dies zuerst. Ganz und gar, vollen Herzens und mit einem leeren Geist. Wenn du das Aufkeimen freudigen Bemühens in dir zulassen kannst, wird es dich durch das hindurchtragen, von dem du noch vor wenigen Momenten gedacht hast, dass es unmöglich zu schaffen ist. Das Herausfordernde hinter sich zu lassen gibt dir die Freiheit, dich dann bedeutungsvollen Aufgaben zuzuwenden, von denen du bis dahin noch nicht einmal etwas geahnt, geschweige denn gewusst hast.

Wenn du feststeckst, versuch deinem Festsitzen auf die Spur zu kommen: Wo stockt deine Handlung? Lass diese Herausforderung klar und deutlich vor dir stehen. Ignoriere oder vermeide sie nicht. Vergrössere das, was dir im Weg steht. Kreise es ein, schau es an. Dann geh mitten hindurch, um das zu tun, was getan werden muss.

Dieser Artikel stammt von William Rosenzweig, er wurde erstmals auf seiner Website ideagarden.com unter dem Titel »Doing what needs doing« veröffentlicht. Übersetzung: Dirk Henn.