Klimawandel stoppen. Leben ändern.

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Klimawandel stoppen. Leben ändern.

Das Tao der Produktivität Dirk Henn Do., 21.02.2013 - 14:27

Im Zeitalter digitaler Kommunikation sind wir geschäftiger denn je. Und doch scheinen wir in all dem Getöse und der Aufruhr kaum Zeit zu finden, klar zu schauen, was wichtig ist und darüber nachzudenken.

Um unseren Blick für diese Dinge zu schärfen, müssen wir unsere Vorstellung von Produktivität von Grund auf überdenken.

Unsere Gesellschaft ist von Produktivität geradezu besessen. Wie müssen "hart arbeiten", viele Stunden lang, um unsere Dinge geregelt zu kriegen, allzeit emsig und geschäftig; wir müssen To-Do-Listen anlegen, um sie dann wieder abzuhaken, wir müssen zahllose Projekte in Bewegung halten, die Gewinne steigern und einfach immer, immer mehr leisten. Aber wofür? Worum geht es in all dieser Besessenheit? Sie führt zu Burnout, Stress und Angst, zu einem unglücklichen Leben, zu Gier und Verwirrung und dazu, dass man für seine Familie, seine Freunde und sogar für sich selbst keine Zeit mehr hat.

Was würde passieren, wenn wir all das einfach über den Haufen werfen würden? Wenn wir sagen würden: "Ich möchte das tun, was mir wichtig ist, aber der Rest kann mir gestohlen bleiben?" Lasst uns in diesem Sinne ein neues Credo formulieren: Einfachheit, Bedeutung, Fokus, Stille und Freude. Lass uns schöne und nützliche Dinge tun – und zwar mit Freude.

Dankbarkeit und Leere

Dankbar bin ich für Vieles. Jeden Morgen erwache ich und bin leer. Dann öffne ich mich, mache mich bereit (als religiöser Mensch lasse ich Gottes Segen auf mich kommen) und dann lasse ich mich berühren und füllen - von Kleinigkeiten wie einer Meise vor dem Fenster, einem guten Kaffee oder auch von ganz Großartigem wie einem Lachen unserer Jungs oder einem Erlebnis mit meiner Frau.

Um mich sehe ich manche Menschen, die alles, was sie um sich haben und erleben als Standard sehen und erwarten. Es ist ihre "Baseline", und wenn es mal etwas weniger wird, ist es schlecht. Da kann ich mich freuen, dass meine "Baseline" bei Null verläuft und alles Kommende schon ein Gewinn ist!

Die Wissenschaftler nennen das übrigens "Bottom-up", also die Wahrnehmung von allem, was über dem "Nullwert" ist. Und das Gegenteil heißt dann "Top-down": Das Maximale wird als Standard gesetzt und alles, was weniger bedeutet, wird wahrgenommen oder gemessen.

Die Pause, von der alles Andere abhängt Dirk Henn Sa., 09.02.2013 - 18:41

Pause       Foto © Prato9x/flickr

Ich habe eine Gewohnheit entwickelt, die mein Leben verändert hat.

Die Pause.

Wenn wir Fehler machen, dann deshalb, weil wir ohne nachzudenken einem Drang folgen – wir merken es meist nicht einmal. Wir haben Lust Junkfood zu essen, und wir tun es. Wir haben den dringenden Wunsch, die Emails zu checken, statt ein Kapitel unseres Buches zu schreiben und deshalb öffnen wir die Inbox. Wir verspüren den inneren Drang zu rauchen, Alkohol zu trinken, Drogen zu nehmen, an unseren Fingernägeln zu kauen, ein Facebook-Spiel zu spielen, etwas aufzuschieben, eines der Fitnesstrainings auszulassen, mehr Pommes zu essen, zu kritisieren, aus Eifersucht oder Wut zu handeln, grob zu sein … und wir folgen diesem Drang.

10 wesentliche Dinge, von denen du vielleicht gar nicht weisst, dass sie dir gehören

(... und jedem anderen Menschen auf der Welt)

  1. Luft und Wasser
  1. Parks, Bibliotheken, Strassen und Fusswege
  1. Soziale Sicherungssysteme, der Wettervorhersage-Dienst, Schutz und Begleitung durch die Polizei und durch andere öffentliche Einrichtungen
  1. Naturschutzgebiete und Nationalparks
  1. Wikipedia und Open Source Software
  1. Tanzschritte und Modetrends
  1. Die biologische Vielfalt
  1. Die Bibel, das Neue Testament, der Koran, Zen Koans, die Upanishaden, Nordische Sagen und die Schöpfungsgeschichten vieler Naturvölker
  1. Blutbanken, Suppenküchen, Selbsthilfeorganisationen, Museen und andere bürgerschaftlichen Initiativen
  1. Die Ozeane, die Antarktis und der Weltraum

Buddhismus und Ökologie

Wir müssen kein Leben leben, das uns verkauft wird. Wiir können die mutige Wahl treffen, einfach zu leben.

Ich wurde in eine tibetische Nomanden-Familie geboren und verbrachte meine ersten Lebensjahre im wilden Ostteil von Tibet. Es war ein einfaches Leben und meine tägliche Freude bestand darin, zusammen mit meiner Lieblingsziege die nahen Berge zu erkunden. Ich war glücklich, ich konnte wilde Tiere wie das Große Tibetschaf und den Weißlippenhirsch sehen – ganz aus der Nähe – und manchmal sah ich Herden von tibetischen Wildeseln über das Weideland rennen.