Alles gründet im Guten.
Das fundamental Gute ist bedingungslos. Es ist bereits da, so wie Himmel und Erde schon da sind. Stell dir vor, du sitzt nackt auf dem Boden, dein nackter Hintern berührt die Erde. Du bist oben dem Himmel und unten der Erde ausgesetzt, eingebunden zwischen Himmel und Erde. Du kannst die Atmosphäre nicht ablehnen, die Sonne und den Mond, Bürgersteige und Wolkenkratzer, die Landschaft oder das Meer. So grundlegend ist das Gute, so bedingungslos. Es geht nicht um „Gut“ gegen „Böse“, Gutheit ist nicht für oder gegen etwas, genauso wenig wie das Sonnenlicht für oder gegen etwas ist. weiterlesen »
Eine Tasse, ein Leben lang
Kawagishi-sensei mit seiner Tasse Foto © Sean Sakamoto
Kawagishi-sensei ist Zen-Mönch und er ist Lehrer an der Sekundarschule an der ich arbeite. Er unterrichtet Kalligrafie, eine der traditionellen Künste Japans. (Es gibt bei uns eine Menge Zusatzangebote, an denen sich die Schülerinnen und Schüler beteiligen können, ähnlich wie an US-amerikanischen High Schools.)
In Kalligrafie üben die Schüler die Kunst, japanische Kanji-Schriftzeichen zu malen – die chinesischen Buchstaben, die einen Teil der geschriebenen Sprache ausmachen. Kalligrafie hat in Japan eine lange Tradition und die Schriftzeichen sehen, selbst für meinen ungeübten Blick, wunderbar aus.
Kawagishi-sensei lehrt Kalligrafie seit mehr als 30 Jahren. Mein Japanisch ist nicht gut genug, um viel mit ihm zu sprechen, aber doch versuchen wir jede Woche miteinander zu plaudern. Mir fiel auf, dass er seinen Tee dabei immer aus einer speziellen Tasse trinkt, die auf seinem Tisch steht. weiterlesen »
Gib dir Zeit, um einfach da zu sein.
Gönn dir eine Pause. Genieß den Tag, deine normale Existenz. Wir müssen lernen, freundlicher mit uns zu sein, viel freundlicher. Lächle oft, auch wenn es niemand sieht. Lausche dem Echo deines Lebens wie einem Bach. Eine Menge Probleme entstehen aus Selbsthass. Lassen wir ihn los; lassen wir zu, dass er verschwindet. Seien wir wirkliche Menschen. Seien wir wahrhaftig Menschen.
Wie viel ist genug?
Basics Foto © Mr. Kris/flickr
Wir wollen oft mehr als wir gerade haben.
Mehr Geld, mehr Gadgets, bessere Möbel, eine bessere Wohnung, ein besseres Auto, mehr Kleidung, mehr Schuhe, mehr Erfolg.
Und was passiert, wenn wir mehr bekommen? Wir sind nicht zufrieden, weil es bereits neue Werbung für neue iPods, für neue Laptops, für neue iPhones, für neue Autos, für neue Kleidung gibt. Wir wollen das haben. Es ist unmöglich diesen unersättlichen Hunger zu stillen, weil unsere Kultur sich nicht mit dem zufrieden gibt, was wir haben, sondern darauf abzielt, mehr haben zu wollen. weiterlesen »
Sich für die Welt entscheiden
Eine unbeschreiblich schöne Welt Foto © Nasa
Niemand hat mich vorher gefragt, ob ich 1915 geboren werden wollte, so dass ich zum Zeitgenossen von Auschwitz, Hiroshima, dem Vietnamkrieg und den Rassenunruhen von Watts geworden bin. Und doch sind das Ereignisse, in die ich, ob ich es will oder nicht, zutiefst und persönlich involviert bin. Die „Welt“ ist nicht nur ein physikalischer Raum, der von Düsenflugzeugen durchmessen wird und der voller Menschen ist, die in alle Richtungen rennen. Sie ist ein Komplex von Verantwortlichkeiten und Optionen, der sich aus der Liebe, dem Hass, den Ängsten, Freuden, Hoffnungen, der Gier, Grausamkeit, Freundlichkeit, dem Glauben, Vertrauen und Misstrauen aller zusammensetzt. weiterlesen »
Von der Wertlosigkeit der Dinge
Das Ende der Reise Foto © Tal Bright/flickr
Ich habe zu viel Zeug. Den meisten Menschen in Amerika geht es so. Und je ärmer Menschen sind, desto mehr Zeugs scheinen sie zu horten. Kaum jemand ist so arm, dass er sich nicht einen Vorgarten voller alter Autos leisten kann.
Das war nicht immer so. Die Dinge waren rar und wertvoll. Du findest noch immer Beweise dafür, wenn du danach Ausschau hältst. Zum Beispiel haben in meinem Haus in Cambridge, das 1876 erbaut wurde, die Schlafzimmer keine Kleiderschränke. Zu jener Zeit passte die Kleidung der Menschen in eine Kommode. weiterlesen »



