Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Montagabend in Freiburg

Montagabend in Freiburg       Foto © agfreiburg/photocase

Dirk Henn

Mich beschäftigt sehr die ungeheure Katastrophe, die seit dem Wochenende in Japan wütet. Daher meine Bitte: Geh am nächsten Montag auf eine der Mahnwachen gegen Atomanlagen! Auch in deiner Nähe wird es eine geben.

Derzeit gibt es einen kleinen Spielraum, ähnliche Katastrophen in unserem Land dauerhaft zu verhindern. Es ist denkbar, dass wir, wie schon lange von vielen angedacht, aus der Atomkraft aussteigen. Ganz und gar und ziemlich bald.

Angst hält uns davon ab, in Einfachheit zu leben

Die kleinen Dinge des Lebens

Die kleinen Dinge des Lebens       Foto © jöni/photocase

Leo Babauta

Warum behalten wir Dinge, obwohl wir sie nicht brauchen oder benutzen? Weil wir Angst haben, dass wir sie doch noch brauchen werden. Angst davor, was passieren würde, wenn wir uns von ihnen trennen.

Jahrelang hatte ich ein Auto, für Notsituationen und weil es mich beunruhigte, möglicherweise Dinge nicht tun zu können, die ich tun wollte oder musste. Dann entdeckte ich, dass ich alles, was ich tun will, auch ohne Auto tun kann – und mehr noch. Und dass die "112" in wirklichen Notfällen besser ist.

Die Welt braucht dich: Tu was du liebst!

Auf zu neuen Ufern

Auf zu neuen Ufern       Foto © PegakaSaraMarx/photocase

Jonathan Mead

Die größten Veränderungen kommen durch Menschen in die Welt, die ihrer Arbeit in tiefer Leidenschaft und großer Liebe verbunden sind.

Wenn du etwas verändern willst in der Welt, ist die mit Abstand wichtigste Sache, dass du dich bewusst und aus freien Stücken für eine Arbeit entscheidest, die dich begeistert.

Keine andere Wahl hat eine größere Auswirkung auf die Welt oder dein Leben.

Wenn du einer langweiligen Arbeit nachgehst, wird dein Tun wahrscheinlich wenig positive Wirkung entfalten.

Hoffnung und Angst halten den Lauf der Jahreszeiten nicht auf.

Zugvogel

Zugvogel       Foto © Mella/photocase

Chögyam Trungpa

Die vier Jahreszeiten kommen und gehen, ganz gleich ob wir das wollen oder nicht.
Das natürliche Gesetz und die natürliche Ordnung dieser Welt ist nicht „für“ oder „gegen“ uns. Grundsätzlich gesehen gibt es auf der Welt nichts, das uns bedroht oder andererseits für uns Partei ergreift.

Es gibt eine natürliche Ordnung, die uns überleben lässt, und das ist grundlegend gut. Diese natürliche Ordnung des Universums halten wir oft für selbstverständlich oder lehnen sie ab, aber wir sollten uns das genau überlegen. Wir sollten wertschätzen, was wir haben. Wir sollten es wunderbar finden, dass wir auf der Welt sind.

Wie es weitergeht

Dirk Henn

Und was, wenn unsere Angst zu groß wird? Wenn wir nicht mehr sehen, wie es im Guten weitergehen kann. Wenn wir keinen Weg, schon gar keinen Ausweg mehr vor uns sehen. Verloren im Hochnebel unserer Befürchtungen. Was dann?

Normalerweise baue ich mir dann Wege. Sage mir, dass es so oder so weitergehen soll. Doch oft funktioniert auch das nicht mehr. Das trägt dann nicht mehr.
Das mag auf der Arbeit sein, in meinem eingeschliffenen Alltag oder im Leben mit Menschen, die mich schon seit einiger Zeit begleiten. Oftmals befällt mich dann eine Müdigkeit, eine Lähmung, hinter der sich Angst verbirgt.

Wie aber finden wir dann ins Handeln?

Geh es langsam an und genieße das Leben

Kein Hundeleben

Kein Hundeleben       Foto © riot jane/flickr

Leo Babauta

Es ist eine Ironie modernen Lebens: Ständig erfinden wir zeitsparende Technologien – und dann nutzen wir die Zeit, um mehr und mehr Dinge zu tun. So sind unsere Leben weitaus atemloser und hektischer als jemals zuvor.

Das Leben bewegt sich in einem so schnellen Tempo, dass es ans uns vorüber zu ziehen scheint, bevor wir es überhaupt genießen können.

Doch das muss nicht so sein. Lasst uns gegen einen hektischen Lebensstil rebellieren, lasst es uns langsamer angehen!

Ein Leben in langsamerer Gangart bedeutet, Zeit zu schaffen, um die Morgende zu geniessen, anstatt in wilder Aufruhr zur Arbeit zu eilen. Das heißt, sich Zeit zu nehmen um das genießen, was immer man gerade tut – anstatt unaufhörlich mit dem Blackberry oder iPhone oder Laptop „connected“ zu sein, anstatt immerzu über Aufgaben, E-Mails und Arbeitsfragen nachzudenken. Das heißt „ein Ding zur Zeit“ zu tun, anstatt im Multitasking-Modus unaufhörlich zwischen einer Vielzahl von Aufgaben hin und her zu wechseln – ohne sich auf eine von ihnen wirklich konzentrieren zu können.

Verlangsamung ist eine bewusste Entscheidung, nicht immer eine einfache, doch sie führt zu einer größeren Wertschätzung des Lebens, zu mehr Fröhlichkeit und mitunter sogar Glück.

Eine Gemeinschaft von Menschen

Sean Sakamoto

Ich muss arbeiten, aber ich will nicht immer arbeiten. Ich möchte Zeit mit Freunden verbringen, ich möchte spazieren gehen können, ich möchte das Leben genießen können. Wer will das nicht? Ich möchte, dass die Arbeit ein Teil meines Lebens ist und nicht ihr Hauptzweck.

Auszeit

Adelheid Ebbinghaus

Vor zehn Jahren hatte ich meine letzte wirkliche Auszeit: Vier Wochen in einem kleinen griechischen Fischerdorf irgendwo unbekannt. Da habe ich die Wochen im Schatten des einzigen Baumes am Strand gesessen und nichts getan als auf das Meer zu schauen, zu dösen, abzuhängen, zu träumen, vielleicht auch ein bisschen nachdenken, alles sehr gelassen wie es eben gerade so kam, ein Leben ohne Uhrzeit: Aufstehen, wenn wach geworden, essen, wenn Hunger kam, ohne Rücksicht auf eine Tageszeit… Es war wunderbar! Nach drei Wochen war ich so synchronisiert und in einem so normalen eigenen Rhythmus, dass mir Flügel hätten wachsen können. So eine Auszeit wünsche ich mir mal wieder leisten zu können. Und ich glaube, alle Lebewesen sollten ab und an völlig befreit mal raus können von allem, so eine Art „Reset-Taste“ für das eigene Leben wiederfinden.

Welche Wege?

Dirk Henn

Seit knapp zwei Jahren veröffentlich ich nun schon die 52 Wege. In den letzten Wochen indes bin ich ein wenig faul geworden. Seit einigen Wochen findet ihr vor allem Übersetzungen meiner beiden Lieblingsautoren. Da wäre mehr möglich…

Und da habe ich mich gefragt, welche Wege euch wohl beschäftigen und interessieren.
Gibt es Themen, die euch besonders am Herzen liegen und über die ich in Zukunft einmal berichten sollte? Welche wunderbaren Wege sind der Rede wert?

Lächelnd ganz präsent

Chögyam Trungpa

Es nicht notwendig, andauernd zu schuften und die Dinge fortwährend voranzutreiben. Wenn du in lebendigen Situationen wach und offen bist, ist es ihnen und dir möglich, kreativ, schön, humorvoll und freudvoll zu sein. Diese natürliche Offenheit ist rechtes Bemühen - im Gegensatz zu allen alten Arten der Anstrengung. Rechtes Bemühen bedeutet, die Situation exakt so zu sehen, wie sie in genau diesem Moment ist, ganz gegenwärtig zu sein, freudvoll, mit einem Lächeln.

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