Niemand ist schuld
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Schuld und Schuldgefühle sind grundsätzlich nicht gesund, weil sie die Eigenart haben, was immer geschieht zu verurteilen und nicht die Inspiration oder die positiven Aspekte zu sehen, die in den Dingen liegen.
Oft rühren Schuldgefühle von Selbsthass her, in dem wir uns selbst ununterbrochen verurteilen.
Der einzige Weg, über Schuld hinauszukommen, besteht darin zu sehen, dass es niemanden gibt, den man für das Chaos oder die Schwierigkeiten im Leben verurteilen könnte.
Chaotische Situationen sind keine Bestrafung, sondern Hinderniss und Startpunkt zugleich. So betrachtet kannst du das Positive inmitten des Negativen sehen.
Dieser Text entstammt dem "Ocean of Dharma"-Newsletter von Carolyn Rose Gimian.
Aus: "Family Karma", Kapitel 11 in "Work, Sex and Money: Real Life on the Path of Mindfulness". Das Buch wird 2011 bei Shambhala Publications erscheinen. Übersetzung: Dirk Henn.
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Urheber: 52wege.de/Chögyam Trungpa

Kommentare
Schuldenfrei leben
"Chaotische Situationen sind keine Bestrafung, sondern Hindernis und Startpunkt zugleich."
Schön formuliert, das Kausalprinzip (Ursache und Wirkung) lässt grüßen. Verurteilt es uns Menschlein? Nein, aber es ist da, und wirkt. Sonst nichts.
Und das ist gut so. Üben wir uns also, uns zu vergeben, nur für den gestrigen Tag. Das genügt. Dann können wir den neuen Tag ganz unbelastet leben, und es im Hier und Jetzt schon ein wenig besser machen. So kehren langsam wir zur Ordnung wieder zurück, auch in unseren Gefühlen.
Sich konsequent für ungute Entscheidungen des gestrigen Tages zu vergeben, trägt mit der Zeit den Schuldenberg der Vergangenheit mit ab.
Liebe Grüße
Axel
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