Lebensraum

Ich lebe ohne Geld – und mir geht’s recht gut

Mark Boyle
Mark Boyle mit Äpfeln – umsonst und draussen

Mark Boyle mit Äpfeln     Foto © www.justfortheloveofit.org

Sechs Jahre lang habe ich Wirtschaftswissenschaften studiert und nicht ein Mal das Wort "Ökologie" gehört. Wenn ich nicht durch Zufall in der Endphase meines Studiums ein Video Namens "Gandhi" gekauft hätte, wäre für mein Auskommen gesorgt gewesen. Zum Beispiel in einem sehr angesehenen Job, in dem ich indische Bauern davon überzeuge, dass es besser ist genmanipulierte Saaten anzubauen – oder irgend etwas anderes Nützliches in der Art.
Der kleine Bursche im Leinengewand hat mir allerdings eine wichtige Lektion erteilt: "Sei du der Wandel, den du in der Welt suchst." Blöd war nur, dass ich nicht die leiseste Ahnung hatte, was dieser Wandel sein sollte.

Nachdem ich einige Biolebensmittel-Firmen geleitet hatte, wurde mir klar, dass selbst "ethisches Business" niemals nur annähernd ausreichen würde. Ein nachmittägliches Herumphilosophieren mit einem Kumpel brachte dann die große Wende.   weiterlesen »

Das Ende des Schubfach-Lebens und die Auflösung von Grenzen

Jonathan Mead
Viele Räume, grosse Leere

Viele leere Räume       Foto © Photocapy/flickr

Die Bestimmung meines Lebens liegt darin, in völliger Kongruenz zu leben.
Ich würde sagen, dass es auch deine Bestimmung ist – und womöglich die Bestimmung eines jeden Menschen – wenn wir die Idee nur weit genug treiben.

Lass uns also zunächst darüber sprechen, was das überhaupt bedeuten soll. Denn wenn es dir wie mir geht, erinnert dich das Wort "kongruent" bestenfalls an den Geometrieunterricht in der siebten Klasse und an nicht viel mehr. Doch tatsächlich hat das Wort eine weitere Bedeutung, und die ist "Übereinstimmung".
Wenn du in Kongruenz lebst, in völliger Übereinstimmung, steht kein Teil von dir im Widerstreit zu irgendeinem anderen Teil von dir.   weiterlesen »

Eine Tasse, ein Leben lang

Sean Sakamoto
Kawagishi-sensei mit seiner Tasse

Kawagishi-sensei mit seiner Tasse     Foto © Sean Sakamoto

Kawagishi-sensei ist Zen-Mönch und er ist Lehrer an der Sekundarschule an der ich arbeite. Er unterrichtet Kalligrafie, eine der traditionellen Künste Japans. (Es gibt bei uns eine Menge Zusatzangebote, an denen sich die Schülerinnen und Schüler beteiligen können, ähnlich wie an US-amerikanischen High Schools.)

In Kalligrafie üben die Schüler die Kunst, japanische Kanji-Schriftzeichen zu malen – die chinesischen Buchstaben, die einen Teil der geschriebenen Sprache ausmachen. Kalligrafie hat in Japan eine lange Tradition und die Schriftzeichen sehen, selbst für meinen ungeübten Blick, wunderbar aus.

Kawagishi-sensei lehrt Kalligrafie seit mehr als 30 Jahren. Mein Japanisch ist nicht gut genug, um viel mit ihm zu sprechen, aber doch versuchen wir jede Woche miteinander zu plaudern. Mir fiel auf, dass er seinen Tee dabei immer aus einer speziellen Tasse trinkt, die auf seinem Tisch steht.   weiterlesen »

Acht Grundsätze der Entzivilisierung

Paul Kingsnorth und Dougald Hine
Wie von dem sprechen, was uns erwartet? Worauf gilt es zu achten, wenn wir uns auf dem Weg in neue Welten auf die Suche nach brauchbaren Erklärungen, Geschichten und Erzählungen machen?
Zwei britische Poeten, auf der Suche nach einer Sprache für die Welt von morgen.

 
"Wir müssen unsere Sichtweisen ein wenig vom Menschen entrücken und Vertrauen schöpfen. Wie der Berg und das Meer, aus denen wir geschaffen sind."
 
1. Wir leben in einer Zeit sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Umbrüche, einer Zeit der Entwirrung. Um uns herum mehren sich die Anzeichen, dass schon jetzt unsere gesamte Lebensweise Geschichte wird. Wir wollen auf diese Wirklichkeit einfach und aufrichtig zugehen und lernen, wie wir angesichts dieses Wandels leben können.   weiterlesen »

Aus der Fülle des Lebens schöpfen

Leo Babauta
weniger ist mehr

Weniger ist mehr     Foto © tigerente/photocase

Seit mehr als fünf Jahren arbeite ich nun schon daran, mein Leben zu vereinfachen; und während ich die sublimen Freuden eines einfachen Lebens entdeckt habe, ist mir klar geworden, dass die meisten Menschen es nicht kapieren.

"Wieso sollte ich WENIGER wollen?" fragen sie sich selbst. "Weniger ist weniger Spaß, härter, so mönchsartig, langweilig."

Die einfache Antwort: Weil das Leben so viel besser sein kann mit weniger.

Das ist kaum zu glauben, wenn du es nicht selbst ausprobiert hast, aber heute bin ich glücklicher denn je.   weiterlesen »

Das eigene Revier

Von der Kraft des Regionalen
Dirk Henn
Mit dem Hund im Handumdrehen ums Revier

Blick zurück nach vorn       Foto © Judywie/photocase

Ich habe mit meinem Hund eine Runde ums Haus gedreht.
Seltsam, nicht wahr? Erwachsene Menschen, die mehrmals am Tag in Begleitung eines Hundes mehr oder weniger große Kreise um ihren Wohnort ziehen, waren mir, ehrlich gesagt, bislang suspekt.

Mehr und mehr ertappe ich mich nun allerdings dabei, dass es mir Freude bereitet.
Wir untersuchen jeden Winkel unserer Wege auf seinen Geruch, auf Spuren danach, wer diesen Ort in der Zwischenzeit aufgesucht haben mag, auf Geschichten, die sich vielleicht auch nur für kurze Zeit in die Landschaft eingegraben haben, bevor sie von Wind und Wetter davongetragen werden.   weiterlesen »

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