Die Dinge
Eine Tasse, ein Leben lang
Kawagishi-sensei mit seiner Tasse Foto © Sean Sakamoto
Kawagishi-sensei ist Zen-Mönch und er ist Lehrer an der Sekundarschule an der ich arbeite. Er unterrichtet Kalligrafie, eine der traditionellen Künste Japans. (Es gibt bei uns eine Menge Zusatzangebote, an denen sich die Schülerinnen und Schüler beteiligen können, ähnlich wie an US-amerikanischen High Schools.)
In Kalligrafie üben die Schüler die Kunst, japanische Kanji-Schriftzeichen zu malen – die chinesischen Buchstaben, die einen Teil der geschriebenen Sprache ausmachen. Kalligrafie hat in Japan eine lange Tradition und die Schriftzeichen sehen, selbst für meinen ungeübten Blick, wunderbar aus.
Kawagishi-sensei lehrt Kalligrafie seit mehr als 30 Jahren. Mein Japanisch ist nicht gut genug, um viel mit ihm zu sprechen, aber doch versuchen wir jede Woche miteinander zu plaudern. Mir fiel auf, dass er seinen Tee dabei immer aus einer speziellen Tasse trinkt, die auf seinem Tisch steht. weiterlesen »
Wie viel ist genug?
Basics Foto © Mr. Kris/flickr
Wir wollen oft mehr als wir gerade haben.
Mehr Geld, mehr Gadgets, bessere Möbel, eine bessere Wohnung, ein besseres Auto, mehr Kleidung, mehr Schuhe, mehr Erfolg.
Und was passiert, wenn wir mehr bekommen? Wir sind nicht zufrieden, weil es bereits neue Werbung für neue iPods, für neue Laptops, für neue iPhones, für neue Autos, für neue Kleidung gibt. Wir wollen das haben. Es ist unmöglich diesen unersättlichen Hunger zu stillen, weil unsere Kultur sich nicht mit dem zufrieden gibt, was wir haben, sondern darauf abzielt, mehr haben zu wollen. weiterlesen »
Von der Wertlosigkeit der Dinge
Das Ende der Reise Foto © Tal Bright/flickr
Ich habe zu viel Zeug. Den meisten Menschen in Amerika geht es so. Und je ärmer Menschen sind, desto mehr Zeugs scheinen sie zu horten. Kaum jemand ist so arm, dass er sich nicht einen Vorgarten voller alter Autos leisten kann.
Das war nicht immer so. Die Dinge waren rar und wertvoll. Du findest noch immer Beweise dafür, wenn du danach Ausschau hältst. Zum Beispiel haben in meinem Haus in Cambridge, das 1876 erbaut wurde, die Schlafzimmer keine Kleiderschränke. Zu jener Zeit passte die Kleidung der Menschen in eine Kommode. weiterlesen »
Aus der Fülle des Lebens schöpfen
Weniger ist mehr Foto © tigerente/photocase
Seit mehr als fünf Jahren arbeite ich nun schon daran, mein Leben zu vereinfachen; und während ich die sublimen Freuden eines einfachen Lebens entdeckt habe, ist mir klar geworden, dass die meisten Menschen es nicht kapieren.
"Wieso sollte ich WENIGER wollen?" fragen sie sich selbst. "Weniger ist weniger Spaß, härter, so mönchsartig, langweilig."
Die einfache Antwort: Weil das Leben so viel besser sein kann mit weniger.
Das ist kaum zu glauben, wenn du es nicht selbst ausprobiert hast, aber heute bin ich glücklicher denn je. weiterlesen »
Von der Sehnsucht in die Mangel genommen
Am Fluchtpunkt Foto © yeah.yeah/photocase
Wenn ich einen Mangel empfinde (und es gibt im Leben eine Menge Gründe, wegen derer man Mangel verspüren kann!) steigt sie in mir auf: Diese Lust, etwas zu haben, etwas zu bekommen.
Während ich auf unserem Weinberg mit dem Hund durch die Abenddämmerung gehe, leuchtet mir das rote Neonlicht des Media Marktes entgegen. Es gibt mir einen heißen Stich und meine Lust auf kleine unterhaltsame elektronische Freunde ist in mir entfacht – iPhones, iPods, Laptops, es gibt so köstliche elektronische Freuden. weiterlesen »
Liebe das Leben, nicht den Krempel
Wenn die Dinge zu groß werden Foto © riot jane/flickr
Wir sind scharf auf Dinge – sie zu kaufen, sie zu erwerben, sie zu besitzen, sie zu sammeln.
Laßt uns doch lieber das Leben lieben.
Unsere Fixiertheit auf Dinge ist ungesund geworden. Wenn wir in unserem Leben Leere verspüren, kaufen wir Dinge. Wenn wir Schwierigkeiten haben, kaufen wir Dinge. Und diese Dinge sind immer teurer geworden, größer, glanzvoller ... maßloser.
Diese Materialbessenheit führt dazu, dass wir eine Menge besitzen, unsere Dingwelten entwickeln sich zu einem wahren Wirrwarr ... und doch verleiht dieses Zeugs unseren Leben keine Bedeutung. weiterlesen »





