Von unserer Lust auf die Dinge
Im Ding drin Foto © kallejipp/photocase
Wir alle haben Begierden und Sehnsüchte – das ist Teil des Menschseins.
Wir wollen geliebt werden, Freunde haben, Freude erfahren, uns sicher fühlen.
Doch unsere Lust nach Dingen ist nicht so natürlich, wie uns oft glauben gemacht wird.
Klar, uns gelüstet es nach allem Möglichen: Schönen Autos, schönen Klamotten, schönen Häusern, coolen Computern und IPhones, wunderschönen Möbeln und Notebooks, Schuhen, Schmuck, Taschen, Fahrrädern…
Find’ ein Loch und fülle es
Ganz tief graben Foto © coljay72/flickr
Letztes Jahr begegnete mir in einem buddhistischen Newsletter eine wunderbare Geschichte. Sie bezog sich auf die beunruhigende Aufgabe, „unsere Berufung zu finden“. Dieser Newsletter hielt eine der kraftvollsten Denkweisen für das Leben in der Moderne bereit:
Find’ ein Loch und fülle es.
Unternehmer würden an dieser Stelle wohl daran denken, dass ein Loch eine Marktnische sein kann, die noch nicht bedient wird.
Das wunderbare Durcheinander des Lebens
Negative Muster zulassen und überwinden
Überlebenskünstler Foto © skyla80/photocase
Wenn das Wasser zu klar ist, wirst du keine Fische darin finden.
Chinesisches Sprichwort
In unserer Kultur sind wir von Reinheit besessen. Es geht nicht nur um körperliche Reinlichkeit, sondern ebenso um innere Reinigung. Wir sehnen uns danach, frei von Negativität und unerwünschten Gefühlen zu sein.
Also schieben wir die unerwünschten Gefühle oft fort. Oder wir überdecken sie mit positivem Denken. Wir denken „Wenn es nur positiv genug ist, werden die Dinge, die ich nicht will, verschwinden.“ Allerdings scheint es mir, dass das kaum jemals funktioniert. Ich habe es eine lange Zeit versucht, und es hat nie geklappt.
Übersättigt
Zu viel und zu schnell unterwegs Foto © .gregor/photocase
Ein Volk kann durch die Energiemenge seiner Maschinen ebenso überfahren werden wie durch den Kaloriengehalt seiner Nahrung, aber die energiemäßige Übersättigung der Nation gesteht man sich viel schwerer ein als eine krankmachende Diät. […]
Wenn mehr als ein gewisses Quantum Energie in das Transportsystem eingefüttert wird, so bedeutet dies,
Aus dem Kokon in die Wiege
Im Kokon Foto © an.ma.nie/photocase.com
Ein ängstlicher Geist ist die Mentalität derer, die noch immer Freude daran finden, im Kokon der Bequemlichkeit zu überwintern.
Menschen halten eine lange Liste von Gründen bereit, warum sie überwintern wollen. Sie beklagen, dass die Welt ein unwirtlicher Ort ist, also müssen sie in ihren Kokons verweilen.
Philosophen, Psychologen, Musiker, Mathematiker, Köche und ebenso Näherinnen – alle Arten von Menschen mit allen Arten von Geisteshaltungen – mögen ihre eigenen Antworten haben, warum man sie in ihren eigenen und speziellen Kokons belassen sollte.
Buddhistische Wirtschaftslehre
Worum geht es in unserem Wirtschaften, in unserer Arbeit, in unserem Konsum von Dingen?
Vor 37 Jahren erschien ein überaus prägender Aufsatz, der bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Ich freue mich, ihn euch heute in gekürzter Form vorstellen zu können. Nehmt euch die Zeit, ihn zu lesen. Es lohnt sich!
Es besteht wohl allgemeine Übereinstimmung darüber, daß die menschliche Arbeit eine grundlegende Quelle des Wohlstandes ist. Der moderne Wirtschaftswissenschaftler hat jedoch gelernt, in „Arbeit“ nicht viel mehr als ein notwendiges Übel zu sehen. Vom Standpunkt des Arbeitgebers aus ist sie auf jeden Fall einfach ein Kostenfaktor, der auf ein Minimum zu verringern ist, wenn er sich nicht, beispielsweise durch Automation, völlig ausschalten läßt. Vom Standpunkt des Arbeiters aus ist sie eine „Last“ – arbeiten heißt ein Opfer an Muße und Bequemlichkeit bringen.
Das Ende der Geschäftigkeit
Rushhour Foto © BeneA/photocase
"Nichts zu tun ist besser, als geschäftig nichts zu tun.“ Lao Tse
Hör auf damit, so geschäftig zu sein, und deine Arbeit ist halb erledigt.
Denk mal darüber nach, wie emsig wir tätig sind, und wie sehr wir damit prahlen, uns damit brüsten: Ich bin so beschäftigt, ich muss wichtig sein.
„Ich hab’ eine Million Sachen zu erledigen! Ich habe nie Zeit für irgendwas! Ich kann nicht runterschalten, ich bin zu beschäftigt.“ Das wird als eine gute Sache angesehen, in einer Gesellschaft in der wir produktiv, aktiv und von den Dingen in Anspruch genommen sein sollen.
Einfache Vergnügungen
Der Sommer naht und damit die Urlaubszeit. Wo geht´s hin?
In die Nähe oder in die Ferne schauen? Foto © Dirk Henn
Im Grunde ist es ganz einfach: Nah soll es sein, wirklich nachhaltig und ein Ort, an dem ich ohne Sorge sein kann. Doch wie wird daraus ein Urlaub?
Als ersten Anhaltspunkt habe ich mich an den Verbänden und Zusammenschlüssen orientiert, die sich einem nachhaltigen Tourismus verschrieben haben. Die Angebote von Viabono waren mir jedoch zu teuer. Das Forum Anders Reisen hat einige sehr gelungene Reisen, aber auch so sehr viel Fernreiseangebote – da wird es dann am Ende nie was mit der Nachhaltigkeit. Ö-plus hat in der Schweiz einiges zu bieten, doch die Blaue Schwalbe, habe ich dann für mich entschieden, ist das entschiedenste und wärmste der touristischen Qualitätssiegel. Nun ja, aber im ersten Anlauf war nichts dabei, was ich derzeit bezahlen kann,
Fahrräder sind schneller als Autos
Schnell mal um den Block... Foto © oldwoodies.com
Der typische amerikanische Mann widmet seinem Auto mehr als 1600 Stunden im Jahr. Er sitzt darin, während es fährt und während es stillsteht. Er parkt es und sucht es wieder auf. Er verdient das Geld, um dafür eine Anzahlung zu leisten und die monatlichen Raten zu bezahlen. Er arbeitet, um das Benzin, das Wegegeld, die Versicherung, die Steuern und die Strafzettel zu bezahlen. Er verbringt vier seiner sechzehn wachen Stunden auf der Straße oder damit, die Mittel für den Betrieb des Autos zu beschaffen. […]
Niemand ist schuld
Foto © Nadine Platzek/photocase
Schuld und Schuldgefühle sind grundsätzlich nicht gesund, weil sie die Eigenart haben, was immer geschieht zu verurteilen und nicht die Inspiration oder die positiven Aspekte zu sehen, die in den Dingen liegen.
Oft rühren Schuldgefühle von Selbsthass her, in dem wir uns selbst ununterbrochen verurteilen.
Der einzige Weg, über Schuld hinauszukommen, besteht darin zu sehen, dass es niemanden gibt, den man für das Chaos oder die Schwierigkeiten im Leben verurteilen könnte.
Chaotische Situationen sind keine Bestrafung, sondern Hinderniss und Startpunkt zugleich. So betrachtet kannst du das Positive inmitten des Negativen sehen.








